Dropbox ist ein Backup-Tool, das mehr kann als nur Daten online ablegen. So können Dateien und ganze Ordner mit dem Server und unterschiedlichen PCs syncronisiert werden. Es integriert sich sowohl unter Windows als auch unter Mac und Linux direkt ins System und ist einfach zu bedienen.
Vor ein paar Tagen habe ich mir dort mal einen Account angelegt und das ganze mal getestet. Bin sehr erfreut über den Service, werden einem doch direkt 2 GB Speicherplatz kostenlos zur Verfügung gestellt. Dieser kann bei Bedarf erweitert werden, dies aber dann nur gegen Bezahlung. Ein sehr nettes Video, welches den Funktionsumfang demonstriert gibt es auf dropbox.com.
Nun wollen wir aber zur Installation kommen: Dropbox gibt es als Paket für diverse Ubuntu-Versionen sowie für Fedora 9 und als Source-Package. Wir haben das Ubuntu-Paket auch unter Debian getestet, auch dort funktionierte es bei uns problemlos. Allerdings ist bei Paketen von anderen Distributionen Vorsicht geboten.
Das Paket kann entweder direkt von der Download-Seite heruntergeladen oder via Paketquelle installiert werden. Wir wählen den Weg über die Paketquelle, allerdings nicht ohne auf Risiken durch Fremdpakete hinzuweisen.
Als erstes wollen wir die Paketquelle zu unserer sources.list hinzufügen. Am schnellsten geht das über die Konsole mittels sudo gedit /etc/apt/sources.list.
In die Datei trägt man die folgenden beiden Zeilen ein:
deb http://linux.getdropbox.com/ubuntu intrepid main
deb-src http://linux.getdropbox.com/ubuntu intrepid main
Es gibt auch ein Repository für die Versionen 7.10 und 8.04 von Ubuntu. Das intrepid muss dementsprechend angepasst werden, wenn eine ältere Ubuntu-Version zum Einsatz kommt. Unter Debian wurde zum Testen die Version für Ubuntu 7.10 verwendet. Nach dem Speichern der Datei und dem Schließen von gedit müssen die Paketquellen mit sudo apt-get update neu eingelesen werden. Ist das geschehen kann Dropbox mit sudo apt-get install nautilus-dropbox installiert werden.
Wie man schon am Namen erkennt installiert sich das Programm als Nautilus-Script. Nach der Installation sieht es erst einmal so aus, als wäre nichts passiert. Denn nun muss Nautilus noch mit dem Befehl killall nautilus neugestartet werden. Dropbox taucht danach auch direkt im Benachrichtigungsfeld im Panel auf.
Dropbox erstellt im Home-Verzeichnis des users (/home/benutzername/) einen Dropbox-Ordner. Über diesen werden die Dateien verwaltet und synchronisiert.
Das Einrichten eines Accounts kann direkt über das Icon im Benachrichtigungsfeld erfolgen, wenn man dies noch nicht direkt auf der Website gemacht hat.
Man kann mit Dropbox die Daten auch auf mehreren Computern synchronisieren. Egal ob es sich bei den Rechnern um einen Windows-, Mac- oder Linux-Computer handelt.
Hier sei noch einmal darauf hingewiesen, dass Dropbox noch immer Beta-Status hat. Besonders bei privaten oder sehr persönlichen und sensiblen Daten sollte man sich überlegen ob man diese wirklich auf Dropbox ablegen, bzw. Sharen möchte.
Weitere Infos zu Dropbox bekommt man im Wiki von Ubuntuusers.de.
