Zurück im Sommer (Originaltitel: Fireflies in the Garden) ist ein kleines amerikanisches Drama aus dem Hause Senator Entertainment und zeichnet sich damit als erste Hollywood-Produktion für den deutschen Verleiher aus.
Regiseur Dennis Lee bringt hier seinen ersten Kinofilm auf die Leinwand, wenn auch dieser wohl kaum irgendwo beworben wurde. Besonders beachtlich finde ich, dass die großen Namen im Cast (Julia Roberts und Willem Dafoe) nicht die großen Rollen spielen. Dennoch sticht Julia in den wenigen Augenblicken, die sie auf der Mattscheibe erscheint, heraus. Auch Dafoe spielt seine Rolle als – Entschuldigung – Riesenarschloch ausgezeichnet. Irgendwie schafft er es sogar, seiner Rolle einen Funken Verletzlichkeit zu verleihen, was den Zuschauer durchaus kurzfristig so etwas wie Mitgefühl für ihn empfinden lässt.
Die anderen Darsteller (u. a. Ryan Reynolds, Carrie-Anne Moss, Emily Watson) schaffen es auch durchaus glaubhaft rüber zu kommen. Besonders herausragend sind jedoch die emotionalen Leistungen der Jungdarsteller im Film, sowohl in den Rückblenden, als auch im “Jetzt” des Films.
Insgesamt halte ich Zurück im Sommer für ein sehr gelungenes Spielfilmdebut des Regiseurs. Auch wenn der Film in den meisten Kritiken regelrecht in der Luft zerrissen wurde ist er es dennoch Wert ihn sich anzusehen und sich eine eigene Meinung zu bilden. Besonders interessant sind die kleinen Details im Film (das Manuskript, die Uhrzeit), auf die es sich zu achten lohnt.
Das Ende scheint auf den ersten Blick etwas merkwürdig zu sein, dass kann aber durchaus den gewohnten Hollywood-Filmen geschuldet sein, in denen ein großes und aufsehenerregendes Ende einen guten Film ausmacht.
Ich finde den Film wirklich sehenswert und würde ihn von 10 möglichen Punkten doch sehr starke 8.5 geben.
