Amarok, der beliebte Musik-Player des KDE-Projektes hat sich in der neuen Version 2 deutlich verändert. In meinen Augen deutlich zu seinem Nachteil, ist das Programm doch sehr unübersichtlich geworden. Natürlich ist das nur meine subjektive Meinung und keine objektive Feststellung. Gefiel mit der alte Amarok noch recht gut, so muss ich sagen, dass ich mit der neuen Version garnicht mehr klar komme.
Somit habe ich Amarok nun von meiner Festplatte geworfen und nutze nun zur Zeit wieder ausschließlich Audacious als mp3-Player. Die kleinen schlanken Musik-Spieler scheinen aber langsam auszusterben. Es geht in diesem Bereich immer weiter in Richtung Verwaltung großer Sammlungen. Nur finde ich mich auf meiner Festplatte häufig schneller zurecht als in der Verwaltung eines Programms. Damit haben für mich “umfangreiche” Player wie Amarok, Rhythmbox oder Songbird keinen größeren Nutzen.
Leider hat sich aber bei Audacious lange nichts mehr getan – zumindest nichts für den Nutzer offensichtliches. Die aktuelle Version 1.5.1 ist mittlerweile fast ein Jahr alt. Die Planung für die Zukunft, die seinerzeit online war ist nun auch verschwunden, was mir ein bisschen Sorgen macht. Stirbt nun auch dieses Projekt?
Es wäre Schade drum, wurden auch die kleinen Player XMMS und BMP nicht weiter entwickelt. Beide Player sind schon länger nicht mehr in den Ubuntu-Paketquellen zu finden. Für Debian und Ubuntu scheint es aber noch jemanden zu geben, der an XMMS hängt und diesen Player in einem Repository für verschiedene Versionen anbietet. Das kommende Ubuntu 9.04 ist leider noch nicht dabei. Bei diesen Paketen handelt es sich um Fremdquellen, die ich nicht getestet habe und deshalb auch nicht zwingend dazu raten würde.
Ich gehöre sicherlich nicht zu den Leuten, die in allem neuen grundsätzlich etwas schlechtes sehen. Aber diese Entwicklung gefällt mir nicht besonders.

15/04/2009 @ 22:15
Leider muss ich dir bei Amarok voll und ganz zustimmen :-( Ich habe ihn früher viel und gern genutzt. Die neue Version ist in meinen Augen ein zu großer Bruch, ohne etwas besser als die Vorversion zu machen.
Ich bin auf “Listen” (http://www.listen-project.org) umgestiegen und bin damit als Ersatz zufrieden…
16/04/2009 @ 14:48
Stimmt. Die verfügbaren Mediaplayer sind rundum eher die Katastrophe statt Ausnahme. Audacious werde ich ausprobieren. Amarok 1.x fand ich schon nicht besonders geeignet, hab meistens VLC oder KMPlayer verwendet. Gelegentlich Kaffeine, der den Rückfallplan darstellt, wenn die neuen Versionen aller anderen mal wieder nicht funktionieren. Es gab mal einen sehr schlichten Mediaplayer, bzw. Wrapper für mplayer o.a. in perl geschrieben, der via web-remote-interface funktionierte. Datenbankanbindung, out-of-the-box etc. und das DB-Modell ebenfalls schlicht. Habe den Namen augenblicklich leider vergessen. Die bekannten Programme sind alle nicht das alleine selig machende. KMPlayer killt den Desktop beim ARD-Tagesschaustream, hat dafür die übliche Bookmark struktur, die bei VLC wiederum fehlt, dafür behandelt es Streams am sichersten. Den Trend hin zu Windows kompatibler Verwaltung finde ich äusserst bedenklich, die Frage ist nur, was ist das ideale Backend für mediafiles?! Denke seit Jahren drüber nach, ausser Festplatte ist mir bisher auch nichts besseres eingefallen. Echte Useability bieten ohnehin weiterhin einzig shell-driven Werkzeuge.
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08/05/2009 @ 10:03
Optisch ist Amarok2 sicher Geschmackssache, wie so vieles. Ich benutze die Sammlungsdatenbank von Amarok, gerade wenn man mit einem iPod synchronisiert, ist das recht praktisch. Was mich extrem annervt:
Seit 2006 hat man es nicht geschafft, dass TPE2-Tag auszuwerten in der Art und Weise, wie es z.B. iTunes und Foobar2000 können (Album Artist). Das Compilation-Handling von Amarok ist einfach mal Murks.
Amarok2 spielt keine AudioCDs mehr. Wieso man das ausgebaut hat, will mir einfach nicht in den Kopf.