Dieser Beitrag ist bereits ziemlich alt. Hier habe ich einen neueren Überblick über die Dropbox-Alternativen geschrieben.
Über Dropbox habe ich ja an der einen oder anderen Stelle schon berichtet. Jetzt dachte ich mal ich schaue mir auch mal die Alternativen an. Diese werden derzeit, wie es scheint, in Massen aus dem Boden gestampft. Fand ich vor 3 Wochen noch 2, 3 ähnliche Projekte, so sind es mittlerweile einige mehr.
Es gibt zahlreiche Dienste für Windows und Mac wie zum Beispiel Live Mesh, Syncplicity (was dem Verhalten und der Verwendungsweise von Dropbox sehr ähnlich ist), MozyHome, SugarSync. NormaDesk (welches in keiner Version kostenlos ist) oder Elephant Drive (unlimitierter Speicher, dafür ausschließlich kostenpflichtig). Diese hier nur einmal kurz am Rande erwähnt.
Für Linux-Nutzer gibt es auch eine Hand voll Dienste. Zuerst wollen wir auf meinen “Liebling” eingehen.
Dropbox
Betriebssysteme: Windows, Mac OS X, Linux
kostenloser Speicherplatz: 2 GB (erweiterbar auf 5 GB)
Bezahlter Speicherplatz: 50 GB ($9,99 mtl.) oder 100 GB ($19,99 mtl.)
Url: www.dropbox.com
Dropbox nutze ich schon eine ganze Weile und bin sehr zufrieden mit den Funktionen und dem Linux-Client, der sich schön in den GNOME-Desktop einfügt.
SpiderOak
Betriebssysteme: Windows, Mac OS X, Linux
kostenloser Speicherplatz: 2 GB
Bezahlter Speicherplatz: beliebig ($10 mtl. pro 100 GB)
Url: www.spideroak.com
SpiderOak bietet dem Linux-Nutzer diverse vorgefertigte Pakete an. So werden neben Windows und Mac OS X einige Linux-Distributionen direkt unterstützt: Debian Etch, Debian Lenny, Fedora 10, Slackware 12.1, Ubuntu 7.10, Ubuntu 8.04, Ubuntu 8.10 und Ubuntu 9.04. Der Client fügt sich aber nicht so schön in GNOME ein wie Dropbox. Dort funktioniert die Synchronation nicht mittels Nautilus, sondern direkt im Client.
Jungle Disk
Betriebssysteme: Windows, Mac OS X, Linux
kostenloser Speicherplatz: –
Bezahlter Speicherplatz: beliebig ($2,- + 15¢ pro GB)
Url: www.jungledisk.com
Da Jungle Disk leider keinen kostenlosen Speicher zur Verfügung stellt habe ich diesen Dienst nicht getestet. Es gibt aber 3 Screenshots des Client auf dieser Seite. Vorgefertigte Pakete für unterschiedliche Linux-Distributionen gibt es nicht. Der Client muss als tar.gz heruntergeladen werden. Eine einfache Installation wird jedoch auf der Download-Seite versprochen.
Wuala
Betriebssysteme: Windows, Mac OS X, Linux
kostenloser Speicherplatz: 1 GB
Bezahlter Speicherplatz: beliebig (ab 10 GB für 15,- € mtl.)
Besonderheit: Es kann auch Festplattenspeicher gegen Online-Speicher eingetauscht werden.
Url: www.wuala.com
Wuala bietet einen Java-Client an, den ich gar nicht so angenehm zu bedienen fand und der gleich reichlich Speicher verbrauchen wollte. Auch bei Wuala kann man Dateien und Ordner online sharen. Eine komplette Funktionsübersicht ist hier zu finden.
Ubuntu One
Betriebssysteme: Ubuntu Linux
kostenloser Speicherplatz: 2 GB
Bezahlter Speicherplatz: 10 GB für $10.00 mtl.
Url: www.ubuntuone.com
Ubuntu One ist derzeit noch in der Beta-Phase. Ich warte derzeit noch auf eine Einladung zum testen, kann also so noch garnichts dazu sagen. Außer eben, dass der Dienst allem Anschein nach Dropbox sehr ähnlich, jedoch teurer werden wird. Außerdem gibt es bisher noch keine Clients für andere Betriebssysteme, was aber wohl nur eine Frage der Zeit sein wird, da geplant ist den Clienten als Open Source freizugeben.
drop.io
Betriebssysteme: plattformunabhängig
kostenloser Speicherplatz: 100 MB pro drop
Bezahlter Speicherplatz: möglich
Url: www.drop.io
drop.io ist ein Ausnahmefall. Denn dies ist ein reiner Webdienst, der einem User erlaubt Daten bis zu 100 MB auf einmal herauf zu laden und unter einer gewünschten Url zur Verfügung zu stellen. Hierbei kann eingestellt werden, ob der drop passwortgeschützt sein oder nur eine bestimmte Zeit verfügbar bleiben soll. Außerdem kann man Gästen das herauf- und herunterladen sowie das bearbeiten und löschen von Dateien erlauben. Eine Anmeldung dafür ist nicht notwendig. Das ganze wird dem Nutzer verbildlicht in einem How-To-Video erklärt.
Fazit
Es scheint einige Alternativen zu geben, sogar für Linux-Nutzer. Positiv überrascht hat mich dabei SpiderOak. Dieser Dienst stellt für erstaunlich viele Distributionen Pakete zur Verfügung. Der Client schaut gewöhnungsbedürftig aus, wird sich nach einer kurzen Eingewöhnung aber sicher einfach bedienen lassen. Außerdem scheint die Marke von 2 GB freiem Speicherplatz eine Art Standard zu sein, die man bei (fast) allen Anbietern geboten bekommt. SpiderOak lässt sich auch parallel zu Dropbox betreiben – so hat man dann im Prinzip (auch ohne andere Nutzer geworben zu haben) immerhin schon ganze 4 GB Speicherplatz online.

27/05/2009 @ 19:05
1&1 Kunden steht das 1&1 SmartDrive zu Verfügung.
Betriebssystem: Windows (zus. Client), Linux (quasi nativ mit WebDav über Nautilus), sowie plattformunabhängig über Browser-Interface
mitgelieferter Speicher: 1 TB
bezahlt: 4,99 Euro für 100 GB
27/05/2009 @ 19:15
@Funatiker: Danke für die Ergänzung.
27/05/2009 @ 20:43
@Funatiker
1TB umsonst, nicht schlecht ;)
@Drice
Schöne zusammenfassung, gut gemacht!
27/05/2009 @ 21:30
Ich gehe mal davon aus, dass das 1 GB heißen soll. Hatte ich auch so gelesen.
28/05/2009 @ 00:43
Vielen Dank für den informativen Blogeintrag
28/05/2009 @ 02:43
Hello,
Daniel Larsson from SpiderOak Inc here.
I just wanted to add that SpiderOak keeps folder structure intact in our smart sync, something that we have found is very important for people with complex folder structures with many files.
We also offer versioning, deduplication, 100% zero-knowledge and 2GB Free FOR LIFE!
Thank you for including us in your roundup!
Daniel
29/05/2009 @ 08:28
Danke für den super Beitrag!
29/05/2009 @ 16:44
Mit Spideroak habe ich sehr geringe Upload-Raten (um die 50KB/s). Dropbox ist immer noch der Stern am Online-Backup/Sync-Himmel.
29/05/2009 @ 16:52
@zerwas>
Ich habe mit SpiderOak selbst noch nicht so viel gemacht. Kann in Sachen Upload-Raten und so also nicht wirklich viel sagen. Bei Dropbox schwankt das bei mir aber auch hin und wieder zwischen 50 und 120kb (DSL16000)
15/04/2010 @ 12:54
Viele Universitäten bieten kostenlos OpenAFS an. Funzt mit Windows, Linux, MacOS; Solaris.