Heute habe ich eine Einladungs-eMail für Ubuntu One erhalten. Ubuntu One ist eine Art Alternative zu Dropbox von Canonical – oder möchte es zumindest werden. Hier hatte ich schon kurz drüber berichtet, ausführlicher kann man das ganze bei Christoph nachlesen.
Nach der doch recht einfachen Installationsanleitung habe ich den Client dann gleich mal installiert. Nur wollte dieser dann nach dem Start als Applet im Panel erst einmal nicht verbinden. Hier brauchte ich mehrere Versuche.
Leider bietet der Client keinerlei Konfigurationsmöglichkeiten an. Man wird beim ersten Start auf die Website von Ubuntu One weiter geleitet und muss dort seinen Rechner bestätigen. Aber auch auf der Website gibt es (noch) keinerlei Einstellungsmöglichkeiten. Man kann auch nicht einsehen, wieviel Speicher denn insgesamt belegt und wie viel noch frei ist. Man müsste hier dann nachrechnen.
Der Upload von Dateien funktioniert genauso einfach wie bei Dropbox. Man legt eine Datei in den entsprechenden Ordner und dieser wird dann mit dem Server synchronisiert. Während die Synchronisation läuft dreht sich das Ubuntu-Logo in den Wolken im Applet, welches nach dem Start von Ubuntu One im Benachrichtigungsfeld im Panel angezeigt wird.
Im Nautilus selbst kann man leider nicht einsehen, welches File denn noch synchronisiert und welches schon fertig auf dem Server angekommen ist. Hier hat Dropbox einen dicken Pluspunkt, da hier die Dateien mit einem blauen Label markiert werden, wenn sie noch synchronisieren und einem grünen, wenn die Synchronisation abgeschlossen ist.
Das Löschen von Dateien funktioniert über die Web-Oberfläche leider auch noch nicht. Lösche ich eine Datei im Nautilus zeigt mir Das Applet im Panel an, dass Ubuntu One fleißig am Arbeiten ist, die Datei wird aber auch nach mehreren Minuten nicht vom Server gelöscht.
Alles in allem bin ich derzeit schon noch ein wenig enttäuscht von Ubuntu One. Auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass es noch eine sehr frühe Beta-Version ist. Funktionen sind bisher noch keine vorhanden, ein Upload scheint zwar bereits zu funktionieren, eine Synchronisation ist aber noch nicht möglich, da Dateien nicht vom Server entfernt werden.
Wenn man auf Launchpad schaut sieht man auch, wie verbuggt die Software noch ist. Derzeit sind 209 Fehlermeldungen offen, darunter auch einige kritische Fehler.
Alles im allem hat Ubuntu One sicher Potential, derzeit ist aber ein ernsthafter Vergleich mit meinem Liebling Dropbox noch nicht möglich, da einfach noch zu viele Fehler in Ubuntu One enthalten sind. Ich habe den Client nun erst einmal wieder geschlossen und werde in den nächsten Wochen sicher noch ein wenig weiter testen und dann bestimmt auch wieder berichten.

Beneidenswert dass du Ubuntu One schon testen kannst. Ich warte immernoch auf eine Einladung. Da ich bisher keinen vergleichbaren Dienst benutze, wird das eine völlig neue Erfahrung sein, auf die ich mich freu. Vielen Danke für die kurze Einführung und deinen Erfahrungsbericht.
Ich freue mich schon drauf, es selbst einmal zu testen.
Hi Benni,
ich gehe mal davon aus, dass Canonical nun langsam aber sicher die Einladungen nach und nach rausgibt.
Für die tollere Erfahrung würde ich dir aber derzeit noch eindeutig zu Dropbox raten. Macht wirklich wesentlich mehr Spaß als Ubuntu One und bietet dir wesentlich bessere Möglichkeiten, auch durch die Shared Folders und so weiter.
Hmm, und wann bekomme ich meine Einladung.. *ungeduldigmitdenfüssenscahrr*
In jedem Fall hört sich das zumindest nach “Release early, release often” an – zumindest nach dem ersten Teil davon.
Ich habe heute auch eine Einladung bekommen. Bis auf das hier angesprochene, gefällt mir der Dienst. Meine Daten bei Canonical zu haben, gefällt mir auch besser als bei Dropbox. Das aber rein subjektives Empfinden.
Nun ja, wenn man nach der Sicherheit von Daten geht sollte man keinen der Dienste verwenden. Oder diese eben verschlüsseln.