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Blogparade: Betriebssystem- oder Distributionsumstieg

Auch ich möchte mich kurz an der Blogparade beteiligen, die Ute und Roland ins Leben gerufen haben. Thema ist der Betriebssystem- bzw. Distributionsumstieg, Gründe dafür, was (rein subjektiv) besser war und nun besser ist. Wer noch nicht mitgemacht hat kann dies noch bis zum 4. Juli um Mitternacht tun. Nun aber zu mir…

Habt ihr euch stark über andere Möglichkeiten informiert?
Nein, eigentlich garnicht. Nachdem sich mein Windows 2 mal innerhalb von nur 48 Stunden selbst zerstört hatte schlug mir ein Freund, langjähriger Debian-Nutzer, vor, doch einmal Linux auszuprobieren. Den ersten Kontakt hatte ich dann mit Knoppix und fand das ganze doch sehr angenehm. Unsicher wie ich war installierte ich doch zuerst Windows noch einmal neu und dann Ubuntu 5.10 (“Breezy Badger”) – wozu mir geraten wurde, da dies eine einsteigerfreundliche Distribution sei – in einer anderen Partition. Nun, was soll ich sagen? Meine Unsicherheit und leichten Zweifel wurden schnell weniger. Windows startete ich im nächsten halben Jahr danach nur noch 2 mal – um zu spielen. Daran hatte ich aber dann auch kein Interesse mehr, also wurde Windows nach einem halben Jahr vollständig vom Rechner verbannt. Seitdem bin ich ausschließlich mit Ubuntu unterwegs. Windows Nutze ich nur noch in einer VirtualBox wegen Audible.

Was war schlussendlich der Grund für den Umstieg?
Wie schon erwähnt hatte ich nach 2 Neuinstallationen innerhalb von 48 Stunden die Nase voll von Windows, ständigen Schrauben am System, Aktualisieren von Anti-Viren-Software und so weiter.

Was war vorher schöner, besser, schneller, toller?
Schöner, schneller, toller: Eigentlich nichts. Erst nach dem Umstieg merkt man, wie man durch Windows im Prinzip in seinen Möglichkeiten eingeschränkt wird. Vor allem bei der Anpassung des Systems an die eigenen Bedürfnisse und Wünsche. Besser war eben die Unterstützung aktueller Spiele. Aber da ich ohnehin kein großer Spieler bin spielt das für mich keine große Rolle.

Was ist jetzt besser, schneller, schöner, toller?
Hier muss man als erstes die große Community und den Gedanken hinter Ubuntu nennen. Außerdem ist der Desktop (in meinem Fall GNOME) schöner, alles ist schneller (vom Booten bis hin zum Starten von Anwendungen oder auch einfach der Benutzung), besser ist in meinen Augen die Hardware-Unterstützung. Vor 2 Wochen habe ich einen neuen Rechner mit Dual-Boot installiert (nicht bei mir). Unter Windows musste man für eine vernünftige Auflösung am Monitor X Treiber und Programme installieren und des öfteren die Installations-CDs wechseln, unter Ubuntu lief der Rechner direkt nach der Installation in der richtigen Auflösung. Welchen Punkt hab ich noch vergessen? Toller? Ja, toller ist einfach alles. Vor allem, dass man nicht mehr groß im Netz suchen muss nach Software, denn diese kann einfach über die Paketverwaltung installiert werden. Sicher, auch hier gibt es kleinere Ausnahmen.

Bereut ihr euren Umstieg?
Wenn ich es bereuen würde hätte ich schon wieder Windows installiert. Also kurz und knapp: nein.

Würdet ihr Anderen diesen Umstieg empfehlen?
Empfehlen jederzeit. Auf Teufel komm raus überreden allerdings nein.