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Choqok – KDE-Client für Twitter und Identica

Lange habe ich ja bekannt das auf Adobe Air aufsetzende DestroyTwitter als Client für Twitter verwendet. Doch leider verbraucht das Programm eine Menge Speicher, was schon ein wenig hinderlich ist. Also habe ich mich kurzentschlossen einmal umgesehen. Gwibber ist wohl der beliebteste Twitter-/Identica-Client für den GNOME-Desktop. Aber dieser wollte bei mir nicht vernünftig laufen. Warum? Ich habe keine Ahnung. Irgendwie wurden mir dort nie irgendwelche Tweets angezeigt.

GNOME ist zwar die für mich optimale Desktop-Umgebung – mit KDE(4) werde ich mich vermutlich nie wirklich anfreunden können. Was allerdings nicht heißen soll, dass KDE schlecht ist. Es ist einfach nicht mein Ding. Dennoch gibt es das eine oder Andere Programm, welches für KDE erstellt wurde, auf das ich aber auch unter GNOME nicht verzichten kann und möchte. Zum Beispiel sei hier einmal K3b, ein Brennprogramm, genannt. Aber nun habe ich für KDE einen netten Twitter-/Identica-Client entdeckt: Choqok.

Choqok Choqok2

Auch wenn sich der Name ein wenig komisch anhört, die Software ist ziemlich übersichtlich und aufgeräumt. Hier gibt es weitere Screenshots des Programms.

Eine ältere Version lässt sich auch direkt aus den Ubuntu-Paketquellen (universe) mit dem Befehl sudo apt-get install choqok installieren.

Möchte man die aktuelle Version 0.6.6 verwenden, so muss man Choqok aus dem PPA installieren. Hierzu muss man folgende Zeilen in die /etc/apt/sources.list einfügen:
## choqoK (0331274D)
deb http://ppa.launchpad.net/neversfelde/ppa/ubuntu jaunty main
deb-src http://ppa.launchpad.net/neversfelde/ppa/ubuntu jaunty main

Nachdem man mit dem Befehl sudo apt-key adv --recv-keys --keyserver keyserver.ubuntu.com 0331274D den Key für das PPA hinzugefügt und mit sudo apt-get update die Paketquellen aktualisiert hat installiert der Befehl sudo apt-get install choqok die aktuelle Version des Twitter-Clients.

Hier sei aber darauf hingewiesen, dass Fremdpakete das System gefährden können.

Fehler
Bei mir hat Choqok aber einen kleinen Fehler. Das Programm möchte sich absolut mein Passwort nicht merken. Wenn die Software mal eins, zwei Tage aus ist fragt Choqok immer wieder nach dem Passwort zu meinem Twitter-Account. Ist vielleicht ein wenig nervig, man kann aber durchaus damit leben.

[Update]
ich habe nun doch mal Gwibber nebenher aus dem PPA (siehe Kommentar von Christoph) installiert (die Entwicklerversion). Funktioniert nun besser ;-) Allerdings vermisst ich hier die DMs. Das ist ein bisschen schade. aber vielleicht kommt das ja noch im Laufe der Zeit.

Ein Vorteil von Gwibber ist jedoch, dass hier bereits die Benachrichtigungen mittels libnotify funktionieren. Da muss ich aber erst schauen, ob das nicht zum Nachteil wird, wenn zu viele Tweets reinkommen…

9 Kommentare

  1. Gwibber benutzen tausende von Leute, auch ich, von daher sollte das kein generelles Problem sein. Ich würde jedoch empfehlen eine aktuellere Version von Gwibber zu benutzen. Gwibber ist noch recht neu und die Version aus Jaunty war sehr jung… Daher sollten konservative Anwender das aktuelle stable build verwenden…

    https://launchpad.net/~gwibber-team/+archive/ppa

    und experimentierfreudige User die aktuelle Enticklungsversion aus dem daily PPA der Entwickler…

    https://launchpad.net/~gwibber-daily/+archive/ppa

    Für die gibts auch nette Themes :)

  2. Thx für den Hinweis. ich glaub aber ich bleib erstmal bei Choqok :) Find das doch recht ansprechend irgendwie.

  3. Den Fehler mit dem vergessenen Passwort kann ich bei mir bestätigen. Mit Kwallet fragt er nun jedes Mal nach dem Passwort, was auch schon nervig ist … Ebenso wie die zahlreichen zu installierenden KDE-Komponenten. Aber Choqok ist es eindeutig wert …

  4. Nur ein kleiner Hinweis @DRice:
    Wenn du bei den KDE Programmen, die du unter GNOME benutzt, nicht das KDE-Theme benutzen möchtest, starte qtconfig und wähle in dem Dropdown-Menü GTK+ aus.

  5. @Alle

    Danke für eure Tipps und Hinweise.

    Ich nutze nun zur Zeit Gwibber, allerdings ärgert mich dort noch ein wenig, dass ich dort wohl nicht einstellen kann, wieviele tweets in dem Fenster max. angezeigt werden.

  6. Mal im Ernst, Gwibber ist doch hoffnungslos unterlegen unter Choqok. Das ist, wie Chrome mit Firefox zu vergleichen. Beim Vergleich der Features weiß ich gar nicht, wo ich anfangen sollte, und der Einstellmöglichkeiten. Warum seid ihr da so liberal? Für mich ist eindeutig, dass das eine Spielzeug für Gelegenheitsmicroblogger ist und das andere ein Profi-Client, in Konkurrenz stehend zu Tweetie, Twitterrific, TweetDeck und Twhirl. Gwibber ist ein besserer Twitterfox, ein Twitterfox mit Laconica-Umgang und Systembenachrichtigung.

  7. @Maxi

    Als Profi-Client würde ich beide mal nicht bezeichnen ;) Schon allein durch den nervigen Fehler, den Choqok mit sich bringt.

    Der Vergleich mit Mac- und Adobe-Air-Clients ist auch etwas abwegig. Schon allein wenn man bedenkt wieviel Speicher diese verbrauchen (Air) haben die bei mir schon keine Chance mehr.

  8. @DRice:
    Ja, es gibt leider ein Paar nervige Fehler in ChoqoK, nichtsdestotrotz bietet er fast alle Funtionen der Air-”Profi-Clients”, vllt. auch die ein oder andere Funktion mehr.

    Was allerdings den Speicherverbrauch der Air-Clients angeht muss ich dir absolut recht geben – fast schon untragbar für so ne kleine Application.

    Und die notifications funktionieren bei mir mit choqoK einwandfrei! Man kann es sich in den Einstellungen sogar aussuchen, ob Knotify oder libnotify benutzt werden soll und ob pro Tweet eine eigene Benachrichtigung kommt oder eine Pro Account mit allen Meldungen.
    Ich finde allerdings die Knotify Benachrichtigungen deutlich ansprechender.