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Kommt die Paketkontrolle im Internet?

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Wie die Welt berichtet soll es künftig einen Virenscan direkt beim Provider geben, der die Nutzer angeblich vor Viren und anderem Ungeziefer schützen soll. Der Provider soll mit Kunden, die einen infizierten Rechner haben Kontakt aufnehmen. Entfernt der Nutzer die Schädlinge nicht, so soll es Sanktionen gegen den Nutzer geben.

Soweit, so ungut. Hier scheint uns die Bundesregierung mal wieder für doof verkaufen zu wollen. Nach dem Internetzensurgesetz (Zugangserschwerungsgesetz) unter dem Deckmantel der Bekämpfung von dokumentiertem Kindesmissbrauch versucht man nun unter Vorwand der Sicherheit und eines angeblichen Virenscans eine Paketkontrolle im Internet zu etablieren. Das ganze kann man auch anders nennen: Deep Packet Inspection.

Deep Packet Inspection [...] steht für ein Verfahren in der Netzwerktechnik Datenpakete zu überwachen und zu filtern. Dabei werden gleichzeitig der Datenteil und der Headerteil des Datenpaketes auf bestimmte Merkmale wie Protokollverletzungen, Computerviren, Spam und weitere unerwünschte Inhalte untersucht. [...] Es ermöglicht eine erhebliche Absicherung des Informationsflusses, wird aber auch zur Vorratsdatenspeicherung, zum Abhören und Sammeln von Informationen und zur Zensur im Internet eingesetzt. Kritiker befürchten auch, dass die DPI Technik in Zukunft dahingehend genutzt werden könnte, die Netzneutralität des Internets einzuschränken.

Besonders interessant ist der stark hinkende Vergleich, den eco-Fachbereichsleiter Sven Karge aufstellt:

Wer im Netz ohne Virenschutz unterwegs ist, gefährdet andere Nutzer in etwa so, wie ein Autofahrer, der mit kaputten Bremsen unterwegs ist und so andere fahrlässig gefährdet.

Der berühmte Vergleich von Äpfeln mit Birnen?

Ich würde mir Sanktionen gegen Politiker wünschen, die das Grundgesetz mit Füßen treten und versuchen diese Zensur-, Kontroll- und Überwachungsmechanismen voranzutreiben.

Bildquelle: LaCatrina – Fotolia.com

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