Einrichtung von Ubuntu

aurora

Jan hat eine kleine Blogparade “Ubuntu installiert, und dann?” gestartet. Dabei geht es im Grunde darum, was man macht, nachdem ein Ubuntu frisch installiert wurde. Ubuntu bringt ja schon viel Software in der Standard-Installation mit, aber irgendwie passt sich ja jeder seinen Desktop an und installiert die eigenen Lieblings-Programme nach. Ich bin gespannt welche Blogs sich an der Blogparade beteiligen. Vielleicht findet man ja so das eine oder andere Programm, das man noch nicht kennt oder bisher noch nicht beachtet hat.

Lustigerweise habe ich gerade vor 2 Tagen das Notebook neu installiert. Zum einen, weil ein Update in Maverick (Ubuntu 10.10) schief gegangen ist und zum anderen weil ich ohnehin neu installieren und die Windows-Partition platt machen wollte, da ich sie ohnehin nicht verwende. In diesem Beitrag soll es also nicht um eine Anleitung gehen, was man nach der Installation machen sollte, sondern darum, was ich persönlich nach der Installation mache.

1. Truecrypt und Backup

Da meine Festplatten verschlüsselt sind steht bei mir zuerst die Installation von Truecrypt an. Ist das geschehen werden die Platten eingehängt und das Firefox- und Thunderbird-Profil zurück gespielt. Das große Datenkopieren lasse ich dann meist in der Nacht machen, weil der Rechner bei großen Datenmengen gerne mal ein bisschen hängt, was dann durchaus bei der Einrichtung stört.

2. Dropbox, Paketquellen, Thunderbird

Als nächster Schritt werden die für mich wichtigsten Sachen installiert. Da sind zum einen die Dropbox und zum anderen Mozillas Thunderbird. Ich habe leider noch keine anderen Mail-Client gefunden, der mir besser gefällt. Ich bin allerdings sehr gespannt, was aus Postler wird.

Nachdem der Thunderbird installiert ist kommen die Paketquellen dran. Hier werden Medibuntu, Chrome, Virtualbox und diverse PPAs hinzugefügt – zum Beispiel für Shutter und den Elementary Desktop.

3. Codecs und Software

Als nächstes sind Codecs für Video- und Audio-Wiedergabe dran. Das geht ganz gut mit dem Paket ubuntu-restricted-extras, das neben den wichtigsten Codecs (mp3, DVD-Wiedergabe) auch gleich noch Java und Flash installiert. Die Bibliothek zur Wiedergabe von geschützten DVDs kommt aus der Medibuntu-Quelle. Standard-Browser ist bei mir der Firefox, ab und zu nutze ich aber auch mal Chrome oder Opera. Außerdem kommen weitere Programme auf meinen Rechner:

  • gcstar – Sammlungsverwaltung (Dev-PPA)
  • LyX (die Lucid-Version hat einen Bug. Eine neuere Version gibt es hier. Vorsicht: Diese Quelle enthält weitere Pakete die man nicht installieren/aktualisieren möchte. Nach der Installation von LyX sollte daher die Quelle unbedingt deaktiviert werden.
  • Grafik: GIMP und Inkscape – beides in den offiziellen Quellen enthalten
  • Filezilla – mein bevorzugter FTP-Client. Ist in den offiziellen Paketquellen enthalten.
  • RSSOwl – Feedreader mit eigener Paketquelle.
  • Pidgin – ich mag Empathy einfach nicht
  • XChat – mein Lieblings-IRC-Client
  • Audacious – ich mag diese “großen” Musikverwaltungs-Programme irgendwie nicht
  • Audacity – recht ordentliche Audiobearbeitung
  • EasyTAG – Tag-Editor für mp3- und ogg-Files
  • VLC – Video- und DVD-Wiedergabe
  • GPRename – zum Umbenennen von Dateien
  • Wuala – ein weiterer Online-Speicher wie Dropbox oder Ubuntu One.
  • Virtualbox – Zum Download von Audible-Hörbüchern und zum Übertrage auf den mp3-Player in Windows. Leider gibt es keine Audible-Version für Linux.

4. Aussehen

Vor Lucid hatte ich gerne Shiki-Colors, genauer gesagt Shiki-Brave. Aktuell verwende ich aber das Lucid-Standard-Theme Ambiance mitt Standard-Wallpaper, da ich dieses eh sogut wie nie zu Gesicht bekomme. Das gerade beliebte Elementary Theme ist zwar ziemlich hübsch, mir persönlich aber ein wenig zu hell.

5. Datensicherung

Für Backups verwende ich rsync. Dieses macht mir per Script jede Nacht Backups auf eine externe Festplatte und schickt mir die Änderungen per E-Mail. Ist alles soweit eingerichtet und habe nichts besseres zu tun spiele ich dann die Datensicherung zurück.

6. Sonst noch was?

Im oberen Panel habe ich noch das Netzwerkmonitor-Applet und die aktuelle Temperatur als Applet eingefügt. Das Dropbox-Icon habe ich durch das von Chris hier vorgestellte ersetzt.

Quelle des Artikelbildes: Ubuntu Aurora

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. coole idee mit dem “ubuntu installieren, und dann?”

    wenn ich daran denke, werde ich das dann für 10.10 machen. obwohl ich eigentlich von der standard config nicht seeeeehr weit abweiche…