An anderer Stelle hatte ich ja über den kleinen RSS-Reader “Naufrago!” geschrieben. Auf den ersten Blick gefiel mir dieser recht gut, auf den zweiten allerdings nicht mehr so sehr. Die Einstellungsmöglichkeiten waren doch ziemlich begrenzt. Darüber hinaus gefiel mir auch nicht, dass man jeden Feed einzeln gelesen markieren musste und das nicht “gesammelt” machen konnte. Außerdem startete er immer mit geschlossenen Ordnern, sodass man die Kategorien immer erst öffnen musste um die einzelnen Feeds zu sehen.
In den Kommentaren wurde mir dann neben diversen Add-ons für den Firefox RSSOwl vorgeschlagen. Diesen hab ich mir dann mal angeschaut, da ich die Feeds aus dem Thunderbird raus und nicht im Browser haben wollte.
Installation
RSSOwl lässt sich über eine eigene Paketquelle installieren. Eine Ausführliche Anleitung gibt es hier. Alternativ kann man das gewünschte Paket aber auch hier herunterladen.
Features
RSSOwl bringt viele Features mit. Von den Einstellungsmöglichkeiten fühlt man sich auf den ersten Blick schon ein wenig erschlagen. Es gibt mehrere Ansichtsmöglichkeiten für die Feeds, man kann diese kombinieren, Jeden Feed in einem eigenen Reiter öffnen lassen, Artikel direkt aus RSSOwl auf Twitter, Facebook und Co teilen oder nach belieben filtern. Außerdem bringt RSSOwl einen internen Browser mit, der anstelle des normalen Standard-Browsers genutzt werden kann. Ein großer Vorteil von RSSOwl ist, dass auch Videos von Youtube und Co. direkt im Feed angezeigt werden. Man muss also nicht erst den Feed im Browser öffnen. Außerdem gibt es ein Add-on-System, dass es zum Beispiel erlaubt Newsgroups wie Feeds einzubinden. Derzeit gibt es allerdings nur wenige Add-ons. Über neue Artikel wird man über ein eigenes Benachrichtigungssystem Informiert. Vielleicht ist es ja in einer späteren Version einmal möglich das in Ubuntu enthaltene System zu nutzen.
Geschwindigkeit
Beim Starten des Programms kommt es einen so vor, als wäre RSSOwl langsam und träge. Der Startbildschirm steht eine ganze Weile ehe die Software fertig geladen ist. Das Einlesen der Feeds geht allerdings dann recht schnell. Im Gegensatz zu Liferea hängt hier nichts und es friert nicht den Rechner halb ein. Dies war ja der große Kritikpunkt für mich bei Liferea.
Fazit
Ich bin sehr zufrieden mit den Funktionen und Möglichkeiten von RSSOwl. Die Feeds können übersichtlich angeordnet und in Kategorien sortiert werden. Man kann auch eine Kategorie oder gleich alles gelesen markieren – eine Funktion, die mir bei “Naufrago!” sehr gefehlt hat. Hat man eine Feed-Url in der Zwischenablage, klickt dann auf “New” wird der Link automatisch eingefügt, sodass man – wenn man keine weiteren Einstellungen vornehmen möchte – nur noch auf “Finish” klicken muss. Erwähnen sollte ich vielleicht noch, dass die Software derzeit soweit ich sehen kann nur in englischer Sprache verfügbar ist, was mich allerdings nicht stört.

09/08/2010 @ 22:15
DANKE!! Endlich mal ein brauchbarer Reader!
09/08/2010 @ 23:28
Das Problem hatte ich auch.
Nachdem ich http://www.omgubuntu.co.uk/2010/05/add-lifrea-feed-reader-to-messaging.html gelesen und das dann installiert hatte war dem jedoch nicht mehr so.
Liferea hängt weder noch friert es den Rechner ein und integriert sich noch ins Ubuntu-Messaging-Menu. Ausprobieren sollte es man auf jeden Fall mal – ob einem Liferea dann “besser gefällt”, kann ich nicht garantieren.
09/08/2010 @ 23:32
Ich war mal so frei und habe das Zitat mal als Zitat gesetzt. Verlinken darfst du auch gern direkt, wenn es denn Sinn macht.
Dass ich Liferea verwendet habe ich zugegeben schon eine Zeit her. Es hat mich aber so genervt, dass ich erstmal bei RSSOwl bleiben werde.
Das mit den Benachrichtigungen finde ich nicht sooo schlimm. Ich habe sie einfach ausgestellt und habe den Feedreader eh nicht dauernd offen. Sonst würde ich wohl zu nix anderem mehr kommen ;)
09/08/2010 @ 23:40
Das darfst du gerne getan haben ;-)
Ist auch nur eine Anregung gewesen, da ich eben dasselbe Problem hatte und derweil auf eine andere Lösung umgestiegen bin (http://tt-rss.org) – und aber jetzt, aus verschiedenen Gründen, wieder auf eine Desktop-Variante umgestiegen bin.
Ich habe den RSS-Reader stetig offen (durch die tolle Messaging Menu Erweiterung), habe aber auch keine feedlist.opml die nicht überschaubar wäre – werde mir RSSOwl mal, wieder, ansehen (vor ewigen Zeiten mal getestet).
Grüße, Klotz
10/08/2010 @ 08:42
Benutze RSSOwl jetzt auch schon bestimmt seit einem Jahr und muss dir zustimmen, das Programm ist wirklich sehr gut. Ein besseres habe ich bisher noch nicht gefunden..
Wer Lust hat, kann dort auch noch mitarbeiten, dort werden z.B. noch Übersetzer gesucht, wenn ich mich recht entsinne.
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