Artikelformat

Nur ein einfacher Übersetzer…

Ich lese im Moment recht viele englische Bücher, sowohl auf diversen Plattformen online als auch beispielsweise als pdf. Ab und zu kommt es einmal vor, dass man ein Wort nachschlagen und schnell aus dem englischen ins deutsche übersetzen möchte. Im Browser ist das auch kein Problem. Mit dem BabelFish-Addon kann man sich den Besuch von Seiten wie Leo oder Dict.cc sparen und Einzelwörter einfach mit Markieren und/oder Rechtsklick übersetzen lassen. Bei pdf-Dateien hilft mir das jedoch leider nicht weiter.

Über Twitter bekam ich Empfehlungen für ein Papier-Buch, den Duden, einen VHS-Kurs oder auch Leo. In einem Buch nachschlagen oder extra durch die Gegend zu surfen finde ich dann doch ein wenig umständlich für ein einzelnes Wort, dass man ab und zu nachschlagen möchte.

Also begab ich mich mal auf die Suche nach einer Software. GNOME bringt ja ein Wörterbuch mit, das sich auch per Applet aus dem Panel betreiben lässt. Allerdings wollte es mir nicht gelingen dort eine einfache Übersetzung zu bekommen. Entweder bekam ich eine lange englische Übersetzung des Wortes oder eine Liste von Übersetzungen in mehreren Sprachen sodass ich dort erst wieder nach der deutschen Übersetzung scrollen musste. Also auch nicht das, was ich eigentlich wollte. Anschließend habe ich mir StarDict angesehen, was allerdings auch nicht so funktionierte wie ich es mir erhofft hatte. Auch GNOME Translate hat mir nicht wirklich gefallen. Fündig wurde ich letztendlich bei YouTranslate.

Die Software ist in einer älteren Version (1.1.10) in den Ubuntu-Paketquellen (universe) enthalten. Dort funktioniert die Übersetzung mit Google jedoch nicht, sondern nur die Übersetzung mit BabelFish. Die aktuelle Version 1.2.2 übersetzt hingegen ausschließlich mit Google, will aber beim installieren gleich mal 60 (!) zusätzliche Pakete nachinstallieren. Da bleib ich dann doch lieber bei der älteren Version aus den Ubuntu-Paketquellen, die wie es scheint auch in Ubuntu 10.10 noch enthalten sein wird.

Dieses kleine Tool ist noch am ehesten das, was ich gesucht habe, auch wenn mir eine Lösung fürs Panel noch lieber gewesen wäre. Aber man kann ja nicht alles haben.

Den einen oder anderen Fehler scheint es in der Software allerdings noch zu geben. Das Icon von YouTranslate nistet sich im Tray ein, dorthin minimieren kann man es jedoch nicht. Auch F12 zum vergrößern des Übersetzungsbereiches (Screenshot) wollte bei mir nicht funktionieren. Letzteres stört mich allerdings nicht wirklich. Das Minimieren der Software aufs Tray-Icon funktionierte übrigens auch mit der Version 1.2.2 bei mir beim kurzen Testen auch (noch?) nicht.

14 Kommentare

  1. Kennst du “Ding”? sieht nicht besonders hübsch aus, funktioniert aber hervorragend.
    Findet sich auch in den Ubuntu-Quellen!

  2. hi,
    es gab mal im ubuntuusers-Planeten eine Anleitung, wie man das Ubuntu-Wörterbuch im Panel als EnglischDeutsch Übersetzer einrichten kann. Funktioniert auch sehr gut, hab ich bei mir daheim selber laufen. Wort reinkopieren -> Enter -> Ergebnis. Mal schauen ob ich da noch was finde

  3. peter lustig

    26/08/2010 @ 17:06

    Mein Tipp ist Ding. Wenn man will, wird direkt beim Markieren übersetzt und das Fenster in den Vordergrund gehoben.

  4. @ borgi & peter lustig:

    Ding habe ich mir gerade angeschaut. Optisch ist es wirklich nicht sehr hübsch ;) Außerdem liefert mir das zu viele Ergebnisse.

  5. Hallo!

    Ich bin Verfechter der Kombination von Tilda (immergeöffnetes Terminal, mit F1 ein/ausblendbar) und dict (Konsolentranslator). Einfach die Pakete dict, dictd (localhost-server) und dict-de-en (Wörterbuch in beide Richtungen) installieren. Dann bei Bedarf fix F1 und “dict embrace” beispielsweise eingehackt, dauert keine 4 Sekunden, verschwendet keinen Platz auf dem Panel, benötigt kein Geziele mit der Maus und bringt ausreichend aber nicht zu viele Übersetzungen. Die freedict-Wörterbücher für dict in den Quellen finde ich nämlich überladen.

  6. ICh suche immer noch ein Offline übersetzer DTENG ….

    So wie QuickDic unter Win! Kennt jmd ein gutes Prog?

  7. Ding ist super. Wieso liefert es dir zuviele Ergebnisse? Ich fand die Übersetzung immer sehr gut und habe das Gefühl die Qualität für den kleinen und schnellen Übersetzer ist echt hoch und kann mit leo schon mithalten.

    • es liefert noch X weitere Bedeutungen in Zusammensetzungen mit anderen Worten. Genau das ist das was ich nicht will. Das war der Punkt warum mir (ich glaube) Gnome Translate auch nicht gefallen hat.

      Bei den paar Worten die ich zum Testen damit gesucht hatte wurden mir immer zuerst irgendwelche zusammengesetzten Worte angezeigt und ich musste dann immer erst ewig scrollen um zur eigentlichen Bedeutung des Wortes zu kommen.

  8. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie dankbar ich dir bin für diesen Blog. Ich hab schon die ganze zeit ein sinnvolles Tool für die Übersetzung von englischen Texten auf Websites gesucht. Also ich meine jetzt nicht das Tool was du vorgestellt hast, sondern das Babelfish-add-on. Ich hatte schon immer Probleme, wenn mein Kubuntu nicht so wollte wie ich, und ich nur die deutschen Websites lesen konnte, weil ich es mit dem Englisch nicht so habe. Das Tool vereinfacht jetzt vieles. Danke für den Hinweis.

  9. Ich wollte jetzt auch Ding empfehlen, aber das ist ja schon geschehen. Bei mir ist da eigentlich schon meist die Bedeutung, nach der ich Suche ziemlich weit oben. Häufig suche ich nach einem bestimmten englischen Wort, das mir einfach nur entfallen ist, dann finde ich es super, bei mehreren Vorschlägen das gesuchte dabei zu haben.