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Kurz getestet: Ubuntu 10.10

Maverick Screenshot

Gestern ist ja bekanntlich die Beta-Version von Ubuntu 10.10 erschienen. Ich hatte eine Alpha-Version schon einmal kurzzeitig installiert, dort hatte ein Update was gegen ein genaueres Testen.

Deswegen komme ich jetzt erst dazu, das Notebook mal wieder frisch aufzusetzen und Ubuntu 10.10 mal zu installieren. Es gibt allerdings noch eine Reihe von “Known issues”, weswegen man die Beta nicht auf einem Produktivsystem installieren sollte. Hier sollte man wohl wirklich warten bis die finale Version von Maverick Meerkat erscheint.

Die Installation

Installiert habe ich via USB-Stick auf meinem Acer TravelMate. Nachdem ich in mehreren Versionen versucht habe ein ISO mit dem “Startmedienersteller” (USB-Creator) auf einen Stick zu schreiben funktionierte das mit dem Maverick-ISO erstaunlich gut. Auch wenn ich für gewöhnlich die Alternate-CD zum Installieren verwende habe ich heute mal die Desktop-CD verwendet. Der Installer hat sich optisch mal wieder ein bisschen verändert und schaut ziemlich gut aus. Es ist war eine ganze Weile her, dass ich den zuletzt gesehen habe, aber im Laufe der Versionen ist da recht viel gemacht worden.

Die Installation klappte problemlos und war erstaunlich schnell zuende. Ich habe zwar nicht auf die Uhr gesehen, aber mehr als 15 Minuten dürfte das ganze nicht gedauert haben. Während man noch seine Daten eingibt und das Passwort festlegt installiert sich Ubuntu schon, was zusätzlich dazu beiträgt, dass das ganze wesentlich schneller wirkt. Während der Installation kann man nun auch auswählen ob unfreie Software (Flash, mp3-Support, etc.) gleich mitinstalliert werden soll. Dies funktionierte in der Beta-Version allerdings noch nicht.

Software

Wie bei jeder Ubuntu-Version werden die enthaltenen Pakete auf den aktuellen Stand gebracht. GNOME kommt in Version 2.31, Kubuntu bietet KDE als 4.5 Release Candidate. Der Kernel arbeitet in Version 2.6.35. Als Browser ist nach wie vor Mozillas Firefox installiert und kommt in Version 3.6.9, OpenOffice.org kommt in Version 3.2.1. Außerdem ist mir aufgefallen, dass gdebi nicht mehr in der Standard-Installation enthalten ist. Ob das so bleibt weiß ich nicht, es kann aber daran liegen, dass das Programm im Moment einfach rein gar nicht funktioniert. Zumindest stürzte es bei mir, beim Versuch nautilus-dropbox zu installieren, mehrfach ab. Mit dpkg -i ließ sich die Dropbox dann allerdings auch unter Maverick installieren.

Neue Features

Die Ubuntu Netbook Edition kommt mit einer neuen Oberfläche mit dem Namen Unity. Das hatte ich vor ein paar Tagen mal zum Testen mal unter Lucid installiert. Dort scheint noch relativ viel Arbeit vor den Entwicklern zu liegen bis Ubuntu 10.10 erscheint. Darüber hinaus wurde am Sound Menü von Ubuntu ein bisschen geschraubt. Das Software Center hat nun einen Hintergrund bekommen und es gibt einen neuen Bereich für bezahlte Programme – “Paid Apps”. Die Oberfläche für Synaptic wurde auch leicht verändert. Den Button zum Suchen findet man nun auf der rechten Seite. Da ja immer so viel von den Startzeiten geredet wird: auf meinem Travelmate dauerte der Systemstart laut BootChart ziemlich genau 30 Sekunden.

Optik

Optisch hat sich wieder ein wenig geändert. Das Theme wurde ein bisschen überarbeitet und farblich verändert. Außerdem wird derzeit ein neues Wallpaper installiert, was wohl mehr oder weniger das alte ist, nur mit ein paar orangenen Klecksen mitten drin. Dies soll aber vor dem Release am 10.10.2010 noch ein mal geändert werden.

Fazit

Ubuntu 10.10 hat hier und da noch den einen oder anderen Fehler. Etwas anderes kann man von einer Beta-Version auch nicht verlangen. Dennoch läuft das System insgesamt schon recht stabil. Ich werde Maverick auf jeden Fall jetzt mal ein bisschen auf dem Laptop laufen lassen und noch das eine oder andere ausprobieren. Die Neuerungen und Software-Updates sind schon ein Grund zum Aktualisieren auf die neue Version, aber so ein richtiges “wow”-Feature ist wie es aussieht nicht zu erwarten. Vielleicht habe ich es auch einfach nur noch nicht entdeckt? Wer gerne längeren Support und Sicherheitsupdates möchte sollte sich aber dennoch überlegen, ob er nicht lieber bei Lucid (Ubuntu 10.04 LTS) bleiben möchte.

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