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Launchpad und die Bug-Reports

Seit Dienstag läuft bei mir nun Ubuntu 10.10 und es läuft eigentlich recht gut soweit. Das einzige was derzeit noch Probleme bereitet ist das Paket apt-xapian-index. Hier gibt es jedes mal einen Crash, sobald ich Synaptic oder das Software-Center öffne. Diesen Fehler habe ich natürlich gemeldet.

Ich war auch relativ erstaunt, dass es noch keinen weiteren Bug-Report mit diesem Fehler gab. Zumindest bis ich eine Mail bekommen habe, dass mein Bug-Report als Duplikat markiert wurde. Verwiesen wird man dafür an den Bug #636049, mit dem Hinweis:

Comment here only if you think the duplicate status is wrong.

Doof nur, dass ich mir diesen anderen Bug-Report nicht einmal ansehen kann. Scheinbar werden alle Fehlermeldungen automatisch als privat an Launchpad übertragen. Dies ist natürlich nicht besonders sinnvoll, denn so sieht man nicht, ob ein Fehler schon bekannt ist, oder ob es sich denn wirklich um den gleichen Fehler handelt. Versuche ich den Bug-Report aufzurufen bekomme ich nur folgende Meldung:

Not allowed here
Sorry, you don’t have permission to access this page.

Gibt es denn eine Möglichkeit seine Bug-Reports automatisch als öffentlich zu posten? Ich habe auf Launchpad leider keine Einstellungsmöglichkeit dafür gefunden. Wenn jeder nur “private” Fehlermeldungen abschickt und jeder denkt er sei der erste haben die Leute bald mehr damit zu tun nach Duplikaten zu suchen anstatt wirklich die Fehler bereinigen zu können. Oder sehe ich das falsch?

9 Kommentare

  1. Im Grunde ist es sinnvoll, dass mit Apport übertragene Bugs nicht sofort öffentlich sind. Eventuell enthalten nämlich die Dateien, die Apport mit an Launchpad sendet, sensible Nutzerdaten oder aber der Bug selbst weist auf ein Sicherheitsproblem in der jeweiligen Anwendung hin.
    In der Regel werden unbedenkliche Bugs recht schnell von private -> public geschaltet. (Und eigentlich ist es auch unüblich, einen “public” Bug als duplikat von einem privaten zu markieren)
    Wenn der private Bug nicht innerhalb von ein paar Tagen öffentlich wird, dann würde ich den, der deinen Bug als Duplikat markiert hat, mal freundlich nach dem Grund dafür fragen. (Und notfalls den “Duplikat” status entfernen)

    • Eventuell enthalten nämlich die Dateien, die Apport mit an Launchpad sendet, sensible Nutzerdaten

      Im Grunde solltest du damit Recht haben, aber jeder der so einen Bug-Report abschickt sollte sich dessen bewusst sein.

      Und eigentlich ist es auch unüblich, einen “public” Bug als duplikat von einem privaten zu markieren

      Das ist hier komischerweise passiert. Meiner wurde aber auch private geschickt und ich habe ihn selbst öffentlich geschalten.

      Wenn der private Bug nicht innerhalb von ein paar Tagen öffentlich wird, dann würde ich den, der deinen Bug als Duplikat markiert hat, mal freundlich nach dem Grund dafür fragen.

      Es macht den Anschein als wäre das automatisch passiert, sodass ich leider da auch niemanden fragen kann.

      Ah. Der andere Bug (von dem meiner ein Dublikat sein soll) wurde gerade public geschalten :)

      • “Im Grunde solltest du damit Recht haben, aber jeder der so einen Bug-Report abschickt sollte sich dessen bewusst sein.”

        Sind sie sich aber nicht. Ich habe schon mehrmals beim Bearbeiten von Bug Reports Pornofilm-Dateien im Log gesehen. Kann man ihnen auch nicht vorwerfen.

  2. Ok, hab den Bug als öffentlich markiert. Alle mit Apport gemeldeten Bugs werden erstmal als privat markiert, da sie zum Beispiel Passwörter enthalten könnten. Erst nachdem ein Ubuntu Entwickler überprüft hat, dass der Bug keine sensiblen Daten enthält, kann er diesen als öffentlich markieren. Du konntest deinen eigenen Bug report als öffentlich markieren, aber nicht fremde.

    • Okay, wenn Passwörter mitgeschickt werden (könnten) ist das verständlich. Dessen war ich mir so nicht bewusst.Danke für die Info :)

      • Wenn ein Programm abstürtzt, wird meist ein kompletter Crashdump mitgeschickt und darin kann sich alles mögliche befinden. Der Apport retracing service nimmt den Crashdump und extrahiert daraus die für den Entwickler benötigten Informationen (zum Beispiel Backtraces) und entfernt diesen dann. Der Apport retracing service kann wie bei dir geschehen auf ein Bug als Duplikat markieren.

        • Dass da persönliche Daten mitgeschickt werden können war mir klar. Aber Passwörter wäre da schon uncool, wenn das direkt öffentlich wäre ;-)

          • Schlechte Programme tendieren dazu mehr Bugs zu haben und die sind es auch, die nicht selten Passwörter wie normale Strings behandeln. Siehe z.B. MySQL (SCNR)