Es war wohl neben dem Elementary Theme das Projekt, dass die meiste Aufmerksamkeit bekommen hat: Elementary-Nautilus. Wie man aber heute bei OMG Ubuntu nachlesen kann wollen die Leute vom Elementary Project ihre Variante des Nautilus nicht weiter entwickeln. Diesen Schritt finde ich ziemlich schade, da ich diese Version des Datei-Browsers wirklich nett fand und gerne verwendet habe, bzw. aktuell auch noch installiert habe. Eingestellt wird das ganze, weil man sich nun der Entwicklung von “Marlin”, einem eigenen Datei-Browser, kümmern möchte:
The elementary team are instead turning their attention towards creating a file browser that does everything they want it to, and it’s called Marlin.
Okay, der Screenshot, der bei OMG Ubuntu zu finden ist schaut schon recht nett aus. Aber wie ich dort schon kommentiert habe finde ich es schade, dass etwas angefangen und dann fallen gelassen wird um etwas anderes zu machen. Mit Postler arbeiten sie auch noch an einem alternativen E-Mail-Client der sehr vielversprechend aussieht. Auch ein einer Elementary-Version von Rhythmbox bastelt man scheinbar.
Aber warum sollte ich eine dieser Versionen ausprobieren, wenn ich nicht weiß, ob diese nicht auch in ein paar Monaten noch betreut, bzw. entwickelt werden? Ich finde auch (oder gerade) Open Source Projekte brauchen eine gewisse Kontinuität um das Vertauen der Nutzer zu bekommen. Oder wie seht ihr das?

08/11/2010 @ 22:49
Du hast schon recht mit deinem letzten Statement. Doch lebt die OpenSource-Szene auch davon sich selbst ständig weiterzuentwickeln, zu forken, Ideen zu übernehmen und wieder in etwas eigenes zu integrieren. Sie bleibt nie stehen. Ich finde Forks nur dann praktikabel, wenn sie sich wirklich auszeichnen bzw. das Hauptprojekt in die falsche Richtung entwickelt wird (Open Office >< Libre Office).
Nautilus Elementary nicht fortzuführen ist sehr schade, aber damit wollen sie wohl eben auch mehr Leute für ihr Elementary OS gewinnen. Heißt für uns ja nur, Nautilus-Elementary, neuen Namen geben und fortführen ;) Das ist wodurch sich die Szene auszeichnet.
08/11/2010 @ 22:50
Ich finde es auch teilweise schade, dass Nautilus Elementary nicht mehr weiterentwickelt wird. Gleichzeitig sehe ich es aber auch als eine große Chance. Marlin sieht für mich auf den ersten Blick sehr vielversprechend aus und wenn das Team meint, dass es besser ist lieber gleich einen eigenen Dateibrowser zu schreiben als weiter am Nautilus rumzubasteln, wird das sicher seine guten Gründe haben. Ich bin jedenfalls gespannt was daraus wird und kann es kaum erwarten eine erste Testversion in die Hände zu kriegen ^^
09/11/2010 @ 00:16
Das Marlin-Mock-up sieht schon nett aus: http://fc04.deviantart.net/fs70/f/2010/295/6/8/marlin___ambiance_by_danrabbit-d319jkx.png
Mal sehen was daraus wird und welche Impulse es setzt.
09/11/2010 @ 00:32
“Es war wohl neben dem Elementary Theme das Projekt, dass die meiste Aufmerksamkeit bekommen hat”
Bei OMGUbuntu vielleicht. Du weißt hoffentlich, dass das ein Kiddie-Blog ist, wo die Elementary-Typen wie Popstars abgefeiert werden, die aber ganz offensichtlich keine besonders begnadeten Programmierer sind. Die Modifikationen sind zu üble Hacks um von selbst Ubuntu aufgenommen zu werden, von den Upstream-Projekten ganz zu schweigen. Du kannst davon ausgehen, dass auch Marlin in ein paar Monaten wieder fallen gelassen wird.
09/11/2010 @ 11:08
Meiner Meinung nach ist die Entscheidung nur konsequent. Nautilus-Elementary wurde gestartet, um gewünschte Eigenschaften, die Nautilus nicht hat, zu integrieren. Das führte nun, wie Truthiness schon sagt, zu furchtbaren Hacks. Will man nun das “Elementary-Feeling” immer weiter durchsetzen, sollte man das in ein eigenes Projekt auslagern, um das Original-Nautilus nicht noch weiter zu zerhackstückseln. Alle, die so ein Elementary-mäßiges Nautilus haben wollen, müssten dann Marvin verwenden.
Trotzdem sollte man festhalten, dass das Elementary-Team viele gute Ideen umgesetzt hat. Vielleicht landet einiges davon ja in Nautilus… Ich bin so lange dafür, solange es noch ein Dateimanager ist. Langsam genug ist Nautilus nämlich schon
09/11/2010 @ 18:12
Wo liegt eigentlich das Problem, die aktuelle Version einfach weiter zu verwenden? Für mich sind damit alle Wünsche integriert.
Wenn man das ganze konsequent weiter machen will, brauch es eine Eigenentwicklung, logische Konsequenz ist ihr Marlin.
16/11/2010 @ 12:58
Also ich kann die Elementary-Entwickler zu gut verstehen.. ich find nautilus ist ohnehin zugepackt mit sovielem unnötigem Zeug und Funktionen die einen normalen User nicht interessieren… abgesehen davon.. gibt es mit einigen Funktionen Probleme, wie coverflow das funktioniert auch nicht so wie die Entwickler sich das vorstellen und haben ständig mit Probleme zu kämpfen… und die sagen ja selber, sie wollen ein Datei-Browser, das eben das macht, was die Entwickler wollen und ich begrüße das total…ich denke auch dass ein Projekt,dass man selber von anfang an entwickelt schneller zu nem ergebnis kommt als wenn man was halbfertiges hat was n paar Jahre schon hinter sich hat und es versucht selber weiter zu entwickeln….Und es ist legitim zu sagen, wir entwickeln das nicht mehr weiter… schaut man sich mal zum Beispiel evolution an das ist unübersichtlich und hat so viele funktionen die ein normalverbraucher gar nicht interessieren… abgesehn davon läuft zum Beispiel thunderbird bei mir schneller und sieht meiner meinung sogar besser aus, obwohl ich beide scheiße finde… und ich begrüße dass sehr dass elementary an neuen sachen arbeitet und zeigen will das Linux nicht nur hässlich sein kann .. vergliechen mit Mac oder windows…