Gestern habe ich bei Golem.de gelesen, dass wohl nicht ganz unberechtigte Hoffnung besteht, dass die Adobe Creative Suite vielleicht doch noch mal eines Tages auch für Linux erscheinen könnte. Nachdem Adobe einige Anfragen bekommen hat und sich auch auf getsatisfaction.com zahlreiche Leute gemeldet haben, dass sie eine Creative Suite für Linux toll fänden hieß es:
Adobe habe eine überwältigende Anzahl an Anfragen erhalten und die entsprechenden Entwicklungsteams würden eine Linux-Version “auf dem Radar haben”.
Ich finde diese Entwicklung wirklich toll und würde mich auch freuen, wenn es Photoshop und Co. auch irgendwann mal nativ für Linux geben würde. Die andere Frage ist dann allerdings wie viele der Leute, die dort jetzt nach einer Linux-Version rufen, auch bereit sind die nicht gerade günstige Software zu kaufen. Nur weil die Nachfrage da ist muss das ja nicht zwingend heißen, dass man auch wirklich Geld damit verdienen kann. Und etwas anderes wird Adobe wohl kaum interessieren.
Bitte kommt mir jetzt nicht mit “Man braucht kein Photoshop, es gibt ja GIMP. Damit kann man das gleiche machen”. Das mag für den einen oder anderen vielleicht ja auch zutreffen, aber in meinen Augen ist GIMP kein wirklicher Ersatz für Photoshop. Ich für meinen Teil kann mit Photoshop wesentlich besser und bequemer arbeiten als mit GIMP. In Sachen Bedienung hinkt GIMP leider immernoch meilenweit hinterher. Sicher, man kann sich auch daran gewöhnen, aber irgendwie greife ich dann doch lieber auf das gewohnte zurück anstatt mich mit den Schwächen von GIMP auseinander zu setzen.
Was meint ihr: Wäre eine Creative Suite ein weiterer Grund auch mal Linux auszuprobieren oder glaubt ihr, dass die Software eh niemand kaufen würde?

21/12/2010 @ 10:32
Hallo, im ersten Satz das “das” muss ein “dass” sein.
Zum Thema. Ich glaube es kommt drauf an, mit welchem Programm man angefangen hat. Ich habe meine ersten Designgehschritte mit Gimp gemacht, bin Gimp also gewohnt. Wenn ich heute irgendwo Photoshop öffne, finde ich mich auch nicht zurecht.
21/12/2010 @ 10:34
Photoshop würd ich mir persönlich nicht kaufen da einfach viel zu teuer
Für Photoshop Elements wäre aber bereit 100€ auszugeben
21/12/2010 @ 10:45
Naja, ich finde den Vergleich zwischen GIMP und Photoshop immer kritisch. Für mich sind die beiden Programme nicht ganz zu vergleichen, da sie beide einen komplett anderen Fokus verfolgen.
Das Tolle an der Geschichte ist jedoch, dass wenn es wirklich die Adobe Creative Suite für Linux gäben würde, Microsoft und Apple entmachtet würden. Denn Photoshop ist weiterhin für viele ein Killerkriterium für einen Umstieg auf Linux..
21/12/2010 @ 10:49
Ich finde auch, dass der Vergleich zwischen PS und GIMP hinkt, allerdings ist dass meistens das erste, was man zu hören bekommt ;-)
21/12/2010 @ 10:50
Hi,
ich glaube, wenn Photoshop und weiter Programme für Linux erhältlich sind, wird der Trend immer noch bei Windows bleiben!
Soviel zum Thema “Ein grund Linux aus zu probieren”!
Desweitern hoffe ich aber, dass das ein Ruck sein wird für alle Software Unternehmen. Das alle mal sehen, dass es auch etwas anderes als Win. und am und zu auch mal Mac gibt!
Daher finde ich es einen guten Schritt von Adobe!
21/12/2010 @ 11:03
PS ist häufig ein Totschlagargument gegen Linux. Von daher stimme ich dir in diesem Punkt nicht zu.
Andere Softwareunternehmen wissen, dass es da noch was anderes als Mac und Windows gibt, es würde erst dann für sie interessant werden, wenn Adobe mit Linux wirklich Geld verdienen würde. Die reine Existenz einer Linux-Version würde da nichts bewirken.
21/12/2010 @ 10:57
Falls Adobe ihre Produkte auch für Linux anbieten würden, wäre ich bereit mir Photoshop Elements zu kaufen.
Ich verwende solche Tools zwar nicht so häufig , aber wenn genügend Produkte verkauft werden, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass Adobe auch in Zukunft ihre Produkte unter Linux anbieten werden.
Sobald Adobe erstmal Produkte für Linux anbietet, werden weitere große Softwarehersteller bestimmt bald folgen :) .
21/12/2010 @ 10:57
Hallo,
persönlich glaube ich nicht daran, dass Linux-Anwender eine unter Linux nativ laufende Adobe Creative Suite zum Preis von 1000 € und mehr erwerben würden. Das liegt darin begründet, dass Linux heutzutage überwiegend von jugendlichen Personen genutzt wird, die nicht über einen entsprechenden finanziellen Rahmen verfügen, um diese Software zu kaufen. GIMP ist zum Beispiel für die digitale Foto-Nachbearbeitung ganz OK, aber ein professionelles Arbeiten ist damit zur Zeit leider nicht möglich. Vielleicht ändert sich ja mit der kommenden Version 2.8 etwas daran.
21/12/2010 @ 13:20
> Das liegt darin begründet, dass Linux heutzutage überwiegend von jugendlichen Personen genutzt wird,
Ist das dein persönlicher Eindruck? Oder gibt es dazu Untersuchungen? Würde mich interessieren.
21/12/2010 @ 11:10
Das Gimp meilenweit hinterher hängt, behaupten aber auch nur Leute, die Glauben Photoshop ist der Richtwert in Usability
21/12/2010 @ 11:15
Ich glaube, dass, wie schon oft angemerkt, GIMP tatsächlich so gut wie PhotoShop sein kann, nur das Design der Oberfläche ist einfach nicht so gut wie das einer kommerziellen Anwendung mit professionellen Designern. Ich wäre deswegen dafür, wenn sich Adobe GIMP schnappt und die Oberfläche professionell anpasst, um einen besseren Work-Flow zu ermöglichen. Halt so etwas wie »The GIMP – Remastered by Adobe«.
Und jetzt zerfleischt mich ^^
killermoehre
21/12/2010 @ 15:14
Wieso zerfleischen? So was gibt es doch schon. das ganze nennt sich gimpshop und ist zu finden unter gimpshop.com.
Erfahrungen habe ich damit noch keine gemacht, da ich zu den gimpern gehöre die mit der Benutzeroberfläche von PS nicht klar kommen (Gewohnheiten halt)
Aber PS nativ für Linux wäre schon was. Ob ich die 1000€ dafür aber ausgeben kann, hängt davon ab, ob sich das für mich rechnen würde. Beim derzeitigen Funktionsumfang der beiden Programme kann ich das nur verneinen. Da bietet mir Gimp im Moment fast alles was ich brauche. Und ja, ich nutze Gimp vorwiegend Professionell.
Liebe Grüße Isabelle
21/12/2010 @ 11:16
Gute Software würde ich auch kaufen, da ich bereits Nero, Moneyplex und Co benutze. Unter MS nutzen auch nur Firmen die Software und bezahlen auch dafür. Daher die Frage wieviele Firmen gibt es mit Linux!
Pitt
21/12/2010 @ 11:27
> Sicher, man kann sich auch daran gewöhnen, aber irgendwie greife ich dann doch lieber auf das gewohnte zurück anstatt mich mit den Schwächen von GIMP auseinander zu setzen.
Warum benutzt du dann nicht Windows? Dort ist PS doch kein Problem.
Ansonsten bin ich aber auch der Meinung, dass PS zu 95% mit Gimp mithalten kann. Nur die Bedienung ist bei PS eben gewöhnungsbedürftig. Und dass alles in einem einzigen Fenster abläuft ist unbequem. Aber sonst…
21/12/2010 @ 11:41
“Sicher, man kann sich auch daran gewöhnen, aber irgendwie greife ich dann doch lieber auf das gewohnte zurück anstatt mich mit den Schwächen von GIMP auseinander zu setzen.”
Mit dem Argument hätte ich nie nach Ubuntu gefunden, sondern wäre immer bei Windows geblieben.
21/12/2010 @ 12:02
Also ich finde auch der Vergleich zwischen PS und Gimp hinkt gewaltig. Es ist erstens eine Frage was man gewohnt ich habe nie was mit PS gemacht und kann mit PS nicht die kleinsten Aufgaben hinbekommen weil mir einfach die Übung fehlt. Mit Gimp bekomme ich aber diese Aufgaben im Handumdrehen hin. Das die Handhabung schlecht bei Gimp ist finde ich persöhnlich mal gar nicht ebenso den geteilten Window Mode finde ich äußerst praktisch wer ein Fenster haben will kann das Python Skript verwenden welches aus Gimp ein 1-Fenster Programm macht.
Diese ständige Basherei der beiden Progs nervt.
Fakt ist einfach der Mensch ist ein Gewohnheitstier das was er nicht gewöhnt ist, ist grundsätzlich erstmal schlecht, in diesen Fall Gimp.
21/12/2010 @ 12:06
Das GIMP schlecht ist hat niemand gesagt. Ich finde PS einfach nur besser zu bedienen und komfortabler. Das zu sagen hat wohl kaum was mit Bashing zu tun.
21/12/2010 @ 12:53
Naja, ICH brauche PS nicht. Das was ich zu machen habe erledigt Gimp wunderbar.
Viele hoffen vermutlich, dass es dann auch so eine 0815 Version für Linux gibt, aber das ist noch lange nicht gesagt. Es kann gut sein, dass es (erstmal) nur die normale und teure Version für Linux gibt.
Das Thema Bedienung von Gimp oder PS ist ausgelutscht. Es kommt einfach nur darauf an, was man zuerst gelernt hat. Hat man mit Gimp angefangen flucht man, wenn man mal versucht, PS zu nutzen. Von daher ist das für mich kein Argument.
21/12/2010 @ 13:07
Ich glaub auch, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist. Deshalb würd ich auch nie für PS @ Ubuntu Geld ausgeben, da ich früher, zu meinen Windows-Zeiten, schon Gimp benutzte..
21/12/2010 @ 13:35
ich finde es sowieso gut, wenn einer der “großen” mit auf die linux-welle springt. ich denke auch dass in diesem bereich umsatz-zahlen geschrieben werden können.
ich persönlich fände es klasse, auf wenn´s teuer ist, wenn es dreamweaver & fireworks als native linux-version gibt. das ist der grund, warum ich windows noch als vmware-version d´rauf habe.
klar, es gibt überall eine lösung auf linuxbasis. aber seid ehrlich, unter windows gibt es schon gute software, die man in der linux-welt vermisst. auf jeden fall die, die mit windows groß geworden sind und erst seit kurzem “linuxer” sind.
also, wir werden gespannt sein…
21/12/2010 @ 13:46
Der Punkt ist weniger, dass es PS auch für Linux gibt und deshalb nun Linux infrage kommt. PS ist ein Profiwerkzeug. Profis arbeiten mit dem Gerät, das ihre Arbeit am besten ermöglicht. Das heißt, PS müsste nicht nur laufen (tut es übrigens mit wine), sondern es müsste richtig gut laufen. Es müsste im Paket Betriebssystem+PS+sonstige Anwendungen die beste Lösung darstellen. Grafiker benutzen zurzeit ja nicht deshalb so gerne Macs mit OSX, weils sie da irgendwo einen Euro gespart hätten.
21/12/2010 @ 14:08
Professionelle Bildbearbeiter kommen sowohl mit der einen als auch der anderen Software zurecht. Das Gimp nichts für Profis wäre habe ich bisher auch nur von Amateuren oder Semi-Professionals unterer Kategorie gehört… die sich auch niemals nur eine Lizenz für PS gekauft haben!
Adobe gibt nahezu jährlich offizielle Statements ab das keine Linuxversion von PS veröffentlicht wird, dennoch tauchen immer wieder derartige Gerüchte auf, die sich aber letztlich immer als vollkommen unbegründet herausgestellt haben. Adobe weiß auch das die meisten Anfragen bezüglich PS unter Linux von Amateuren kommen die i.d.R. gecrackte Software verwenden, noch ein Grund die Sache nicht weiter zu verfolgen.
Und jetzt kommt der Hammer für alle exig Unwissenden: PS6 bis CS2 laufen unter Linux, hier bei mir seit Ewigkeiten mittels Wine sowohl unter Lenny als auch Maverick. Daraus folgt das Leute die sich aus beruflichen Gründen intensiver mit der Materie auseinandersetzen nicht notwendigerweise nach PS für Linux schreien, bei denen läuft es im Zweifelsfalle schon seit Jahren.
Spart euch also den Atem immer wieder denselben Driss wiederzukäuen, fünf Minuten googeln bringt oft mehr.
21/12/2010 @ 14:20
1.
Diejenigen welche mehr als 1000 Eus für eine Bildbearbeitungssoftware ausgeben, tun dies höchstwahrscheinlich aus professionellen oder zumindest semiprofessionellen Gründen.
2.
Interessieren würde mich der Anteil professioneller Gimp-User. Ich kenne SEHR viele professionelle PS-User aber NIEMANDEN der auch nur annähernd vergleichbar GIMP nutzt.
3.
Als professioneller User -der ich auch bin- erwarte ich, daß mir ein funktionierender Desktop hingestellt wird, auf dem das Programm meiner Wahl ohne Frickelei auf Anhieb und in meinem Sinne funktioniert. Das darunterliegende Betriebssystem ist mir dann weitgehend schnuppe.
4.
Professionelle Software auf einem offenen Betriebssystem finde ich allerdings in jedem Fall zu begrüßen. Und wäre im Zweifel meine Wahl.
21/12/2010 @ 15:32
Ich nutze Gimp professionell. Und ich kenne einige Profis, die das auch tun. Dabei spielt es keine rolle wie das Programm aussieht. Ob ein oder zwei Fenster, selbst der Funktionsumfang ist sekundär. Wichtig ist oft der Preis und ob ich das was ich machen will damit geleistet werden kann. Gute Bilder werden von Kreativen und sehr begabten Menschen gemacht. Nicht von der Software. Allerdings verwende ich Gimp nicht für den Print. Da liegt einer der Größten Schwächen von Gimp. Hierfür würde ich auf Cinepaint wechseln :)
21/12/2010 @ 15:22
Für das Problem des geringen Marktanteils von Linux ist die Verfügbarkeit von Photoshop sicher ein marginaler Punkt.
Andere Probleme sind da viel gewichtiger.
Und: rentieren wird sich die ganze Sache für Adobe mit Sicherheit nicht.
So eine Portierung geht richtig ins Geld (sonst hätten sies ja wohl schon gemacht), und bedenkt man den geringen Prozentsatz an Linux Usern, von denen wiederum nur ein geringer Prozentsatz Photoshop nutzen wollen würde, von denen es sich dann wieder nur wenige holen und noch viel weniger legal kaufen würden, dann sieht man mit einer einfachen Rechnung, dass die Bilanz nicht aufgehen kann.
21/12/2010 @ 15:22
Hallo zusammmen,
Mehrere Tausend Euro können auch nur Leute ausgeben, die damit Geld verdienen wollen. Unter Windows dürfte der Anteil an Photoshopnutzern, die das Programm nicht gekauft haben, sehr groß sein.
Die Frage ist nun, ob sich wirklich so viele Leute das für Linux kaufen würden. Firmen sehen es sicher nicht ein, für eine Linuxversion extra zu bezahlen und ansonsten gibt es – eben weil es kein PS für Linux gibt – nicht wirklich viele professionelle Grafiker unter Linux. Irgendwie ein Henne-Ei-Problem.
Begrüßenswert wäre das aber auf jeden Fall, ob es sich wirtschaftlich in halbwegs kurzer Zeit auszahlt, wage ich zu bezweifeln.
Die machen das bestimmt nur, um von MS und Apple Geld zu bekommen. In Wirklichkeit arbeiten die gar nicht daran, sagen aber irgendwann es gäbe bedeutende Fortschritte, man werde das wahrscheinlich noch dieses Jahr verkaufen können. Mit etwas Glück gibts dann Geld von MS und Apple, um die Veröffentlichung für Linux zu verhindern. Und man hat das Image bei Linux‘lern gesteigert, die vllt. unter Dualboot oder via Wine PS und Co. nutzen.
Hört sich doch nach na guten Strategie an, oder?
21/12/2010 @ 15:24
Die letzten zwei Absätze (ab „Die machen das bestimmt nur“) sind eigentlich in verschwoerungstheorie-HTML-Tags gesetzt worden. Der Blog hier nimmt die aber wohl raus. Allzu ernst war das nicht gemeint.
21/12/2010 @ 15:29
Lightroom wär doch toll! Dafür gibt’s nämlich auf Linux echt keinen passenden Ersatz. Und das Mistding läuft noch nichteinmal auf Wine :/
21/12/2010 @ 19:12
Schon mal Bible5 angeschaut? Hat zwar auch einen Preis, aber ist für Linux.
21/12/2010 @ 16:22
Also ich finde gimp einfacher als Photoshop obwohl ich früher jahrelang mit Photoshop gearbeitet habe. Bie Version 4.0.. Ich würde es jedoch sehr begrüßen wenn es eine Linux Version gäbe da ich einige Leute kenne, die es jetzt schon nuten, und die dnn auf Linux wechseln würden.
21/12/2010 @ 16:36
Ja, ich würde kaufen. Ich arbeite professionell und habe alle Linux-Alternativen ausprobiert. – Gerade wenn man viele Bilder (100-500) nacheinander individuell bearbeiten muss, dann kommt an Photoshop leider nichts ran.
Am allermeisten vermisse ich das Schneidewerkzeug, mit dem ich auch gleichzeitig drehen kann. Es macht einen Unterschied, ob ich nur 100 mal klicke oder 300 mal.
Wen es interessiert:Momentan benutze ich XNview um meine Bilder zu verwalten und über iptc zu beschriften.
@Basti: wie wäre es mit darktable http://www.shutter-speed.ch/wordpress/?p=1590
21/12/2010 @ 17:12
Ich persöhnlich würde es nicht schlecht finden wenn es eine PS Linux Version geben würde. Privat würde ich diese niemlas, Beruflich wahrscheinlich auch nicht obwohl dort sich PS Dateiformat mehr oder weniger durchgesetzt hat was ansich sehr schade ist denn fast alles lässt sich auch mit Gimp lösen es gibt nur einen Haken der Import der PS Dateien welcher ja nur zu 60% funktioniert…aber so bremst man halt Konkurrenz aus, wäre das möglich wären die Nutzungszahlen von Gimp wahrscheinlich etwas höher und von PS etwas niedriger.
21/12/2010 @ 17:54
Ich fände eine Linux-Version echt praktisch, im moment muss ich (wenn ich was bearbeiten will) immer ne VM starten, oder Umbooten.
Gimp mag ich persönlich nicht und die Programme zur RAW verarbeitung unter Linux genauso wenig, die Qualität die da rauskommt passt da nicht.
Die Adobe Studentenversionen sind dagegen doch “halbwegs erschwinglich”, so hohe Rabatte wie dort hab ich bisher selten gesehen. (vor allem bei der Creative Suite).
Von daher: her mit Photoshop für Linux :)
21/12/2010 @ 18:26
Ich glaube, Adobe kommt um mindestens 5 Jahre zu spät, und die Portierung hat ja noch nicht einmal begonnen. GIMP wird sich weiterentwickeln, und es gibt Cinepaint, das auf GIMP basiert, aber genau das, was GIMP nicht kann, Photoshop aber schon, eben doch kann. Cinepaint wird übrigens von den meisten Hollywood-Studios für Special Effects verwendet; dort haben Apple und Microsoft schon lange nichts mehr zu sagen! – Das zeigt, wohin die Reise mit Linux wirklich geht. De facto wird Windows immer mehr zum Nischenprodukt für unbedarfte Privatanwender, Apple war sowieso immer eines. Das dürfte auch der wahre Grund sein, warum Adobe auf einmal eine Linux-Portierung überlegt. Sicher nicht wegen der “überwältigenden Anfragen”!
Derzeit gilt GIMP + Cinepaint = Photoshop. Wenn Photoshop für Linux fertig ist, hat es eines der oben genannten für sich alleine schon dessen Funktionsumfang. Und das kostenlos!
21/12/2010 @ 20:35
für mich ist die creative suite genau der grund warum ich nicht ausschließlich auf linux arbeiten kann .. cs ist ja nun nicht photoshop, ich benötige photoshop, illustrator, indesign,dreamweaver, manchmal flash und sowieso lightroom. das alles ist in der cs integriert und die portierung von einem ins andere programm ist mehr als einfach.
also gimp gegen cs stellen zu wollen, finde ich fast kindisch.
eine portierung auf linux dürfte eigentlich nicht so schwer sein, unter osx läuft es ja auch.
22/12/2010 @ 01:06
Zu Photoshop unter Linux: Ich schaetze 99% der Leute, die es wollen, wuerden nicht dafuer bezahlen wollen. Waere es allerdings verfuegbar, kann ich mir schon vorstellen, dass Firmen es einsetzen wuerden. Wie praktisch, wenn ohnehin schon alle Rechner mit Linux ausgestattet sind. Da braucht man nicht noch die 10 Rechner der Grafiker mit Windows zu betreiben, nur weil es Photoshop nicht fuer Linux gibt.
Zum Thema professioneller Einsatz von GIMP: Photoshop wird durchaus durch GIMP ersetzt (allerdings nicht die CS). Ich kenne einige Projekte, bei denen nur das Endresultat zaehlt (und dessen Format). Die Beteiligten sind in der Wahl ihrer Mittel frei, jeder soll in der von ihm gewohnten Umgebung arbeiten. Das ist durch offene Formate heutzutage moeglich.
22/12/2010 @ 02:45
ich finds auch klasse. zwar, wird es die üblichen verdächtigen, der designschule nicht in das linuxlager ziehen, aber dafür einfach linux als betriebssystem ein schritt weiterbringen.
allerdings, denke ich eher weniger, dass adobe sich an den verkauf-zahlen orientiert. es geht doch sicherlich viel mehr um verträge zwischen win/apple und adobe, die adobe dazu bringen linux nicht zu supporten.
22/12/2010 @ 02:51
SOOOO Leute:
GIMP nicht professionell, zu schlechtes interface zu schwierig zu “billig”…
“Really, I’m not out to destroy Microsoft[Adobe]. That will just be a completely unintentional side effect.” LBT
Zuallerst mal die GIT-Version von GIMP 2.7 ausprobieren, sich dann mal überlegen, wofür man GEGL alles gebrauchen kann, was node based editing bedeutet… Sich ebenfalls überlegen das “Resynthesizer” schon seit 5 Jahren public war, als Doktorarbeit “logarithmic.net” aka CONTENT-AWARE-FILL (new magical tool from cs5).
Dann mal darüber nachdenken, das GIMP vermutlich nicht alleine ins Rennen geschickt wird, sondern das er Begleiter wie DarkTable(LR), Inkscape(Ill), Scribus(IDN) und Standards wie OpenColorStandard (frei von Pantone) und OpenRaster…
Sich vielleicht mal überlegen, welche Auswirkungen die LGM haben wird, die immer mehr Leute anzieht, reflektiren das mittlerweile das erste ernstzunehmende Magazin für Freie Graphik-Typographie herausgekommen ist. “libregaphicsmag.com”
Und noch viel mehr. Ich empfehle mal entweder den Grafikplaneten zu lesen (für aktuelles…) http://www.graphicsplanet.org
Oder aber mein freies CC-BY-SA Lizenziertes GIMP. OpenOffice, FireFox, Marble, Gallium3D und die Welt hinter dem Spiegel zu lesen. findet sich momentan nur unter: http://issuu.com/andreas_p/docs/x_gimp_firefox_08
GIMP/ sowie ein verdammt großer Teil an freier Software besitzt für mich einfach das deutlich höhere Potential an Entwicklungsmöglichkeiten.
Dazu kommen zwei Dinge erstens: Preis, “you can’t compete with free” und noch viel mehr die exponentielle Entwicklungsgeschwindigkeit freier Software…
Noch mal für alle kurz zusammen: GIMP/SHowFoto, Inkscape/Karbon14, DarkTable/DigiKam, Scribus/Kile(vergleich hinkt etwas) für die nächsten Jahre beobachten und “relativ” staunen.
Zum kurzen Vergleich: mittlerweile läuft der größte Teil des Internet mit freier/offener Software “A patchy…”…
Schönen Abend, Andreas_P FLOSC-Enthusiast
22/12/2010 @ 03:25
Ich denke es würden sich diejenigen kein Photoshop kaufen, die auch ihr Photoshop unter Windows nicht gekauft haben oder kaufen würden und aber es trotzdem “irgendwie” verwenden oder gerne verwenden würden. Ohne dass ich mich hier auf irgendwelche Zahlen stützen kann, schätze ich dass dies eine ganze Menge Leute sind. Kurz gesagt, es würde sich für Heimanwender nicht lohnen Photoshop zu portieren.
Das meiste Geld lässt sich vermutlich durch Firmen (oder Freiberuflern) verdienen die Photoshop-Lizenzen für ihre Mitarbeiter bezahlen. Wenn es nun plötzlich Photoshop für Linux gäbe, dann wird sich das – so denke ich – zuerst überhaupt nicht rentieren, denn wieso sollte eine Firma sofort auf Linux umsteigen wenn die Infrastruktur – so wie sie derzeit bei der Firma ohne Linux ist – gut funktioniert? Trotzdem denke ich dass es sich mit der Zeit lohnen würde, da sicherlich nach einiger Zeit einige Firmen umsteigen oder neu gegründete Firmen sofort auf Linux setzen, das würde allerdings natürlich seine Zeit brauchen bis sich Photoshop dann auf Linux etabliert hat.
Die Frage ist nun, ob Adobe bereit ist diese Zeitspanne in kauf zu nehmen oder nicht.
Ich persönlich nutze Gimp auch sehr gerne, für Designs allerdings lieber Inkscape mit etwas Nachbearbeitung unter Gimp. Ich denke der Erfolg von Photoshop ist auch damit begründet, dass viele Auszubildende oder Studierende es direkt mit Photoshop beigebracht bekommen und auch viel mehr Tutorials und Bücher für Photoshop vorhanden sind.
Ein paar Vorteile hat Photoshop meiner Ansicht nach, Gimp allerdings auch. Ich selbst habe Photoshop, Illustrator, InDesign und ein paar andere Adobe-Programme im Studium beigebracht bekommen, aber aus idealistischen Gründen das gelernte dann nachträglich auf Gimp (Hier weiß ich nicht so genau was besser ist, beides hat Vorteile, Gimp verbraucht weniger Leißtung, Photoshop wendet Filter schneller an usw..), Inkscape (Hier finde ich das Inkscape wirklich viel besser als Illustrator ist) und Scribus (Scribus kommt absolut nicht an InDesign heran ) übertragen, ich konnte alles gelernte sehr gut auf die freien Programme übertragen, bis auf Scribus gabs da keine Probleme und ging teils sogar schneller (wobei ich Gimp und Inkscape allerdings auch schon vorher benutzt habe)
Ich würde es trotzdem sehr begrüßen wenn Adobe CS für Linux portiert werden würde, so könnte man z.B. auch zwischen den Anwendungen hin und her wechseln und braucht auf keinen Vorteil verzichten.
PS. Was mit freier Grafikbearbeitungssoftware so alles möglich ist veranschaulicht dieses Video sehr schön: http://vimeo.com/6143607
22/12/2010 @ 08:59
Im professionellen Umfeld ist nun mal Photoshop die Standardsoftware. Meine Firma würde auf jeden Fall Geld für eine Linux Version der Creative Suite ausgeben. Das machen wir eh schon für die Windows Versionen. Wir sind aber so oder so schon teilweise auf Linux umgestiegen. Man muss halt noch teilweise Virtualbox oder Wine für Adobe Sachen bemühen. Ein anderer Weg wäre vielleicht noch eine Weiterentwicklung von GIMP, dass zumindest Photoshopfiles exakt gleich dargestellt werden wie im Photoshop. Achja und CMYK-Support fehlt auch noch. Sonst finde ich Gimp ziemlich gut.
22/12/2010 @ 10:50
GIMP fehlen noch 2 Features um ihn überhaupt an den Start im Rennen gegen Photoshop lassen, 16bit- und CMYK-Support. Bis dann will ich den Vergleich nie mehr hören.
Nein ich will GIMP nicht bashen, und für 90% aller Heimanwender reicht GIMP vollends, aber die kleinen Details machen halt den Unterschied zwischen guter Software und Profiwerkzeug.
22/12/2010 @ 11:16
>Was meint ihr: Wäre eine Creative Suite ein weiterer Grund auch mal Linux auszuprobieren oder glaubt ihr, dass die Software eh niemand kaufen würde?
Das wäre bestimmt kein Grund, Linux auszuprobieren, niemand kauft ein arschteures Programm, nur um Linux mal auszuprobieren. Die geringe Verfügbarkeit bekannter kommerzieller Softwareprodukte unter Linux ist aber sicher für viele ein absolutes totschlagargument gegene einen Wechsel, insofern hätte das sicher einfluß auf die akzeptanz von Linux.
Ich persönlich würde mir PS sicher nicht kaufen, ich kann mit der verfügbaren freien Bildebarbeitungssoftware alles machen was ich möchte. Davon abgesehen will ich ein möglichst freies System behalten, ohne viel propritäre Software von Drittherstellern. Brauche ich die, ist mir ein Dualboot oder eine Virtualisierugslösung lieber, wo die Systeme sauber getrennt sind.
22/12/2010 @ 13:39
Es gibt 3 Kriterien, warum ich auf einem Rechner noch Windows benutze:
- Games
- MS Visual Studio
- Adobe CS
Es wäre schon schön, wenn all diese Punkte obsolet würden :-)
Zudem bin ich überhaupt nicht gegen kommerzielle Software unter Linux. Das Problem ist, dass einsehbare Quellen und proprietäre Software sich beissen.
Theoretisch müsste man den Quellcode irgendwie schützen können, obwohl man ihn mitliefert… :-S
grz
23/12/2010 @ 01:15
Photoshop ist deshalb Standardsoftware weil wohl fast jede priv. genutzte Version eine illegale Kopie ist, auch scheint Adobe nicht gewillt dagegen allzuviel zu Unternehmen da sie ganz Gut von den Firmen Lizenzen leben können.
Diese massenhaft illegalen oder halblegalen Photoshop Kopien mit Firmen Key schaden aber auch die “Open Soure” Programme wie Gimp oder andere Bildbearbeitungssoftware Alternativen, da sie dadurch weniger Verbreitung erlangen als ihnen eigentlich zusteht.
Würde Adobe einen besseren Kopierschutz einsetzen und jeder müsste die Photoshop Software bezahlen würde sie wesentlich weniger Verbreitet sein und wäre wohl eher ein Nischenprodukt im Kommerziellen Bereich wie zb. eine SAP Software.
Daher bin ich zu einer Linux Version gespaltener Meinung, einerseits Gut für Firmen die Linux einsetzen wollen, andererseits spekulieren sicher viele Privatleute auf illegale Linux Kopien wie unter Windows was der freien Bildbearbeitungs Software dann wohl noch mehr Schaden würde.
Daher mein Fazit, Photoshop Ja, aber endlich mit einen Kopierschutz der den Namen auch verdient.
23/12/2010 @ 09:14
Als Open-Source-Nutzer nach noch mehr Bevormundung und Gängelung rufen halte ich für sehr zweifelhaft.
Der Vergleich mit SAP hinkt gewaltig, da SAP im Privatbereich keinerlei Einsatzmöglichkeiten findet. Weil es nur von Firmen eingesetzt wird ist es ein Nischenprodukt? Ja, klar. Man will ja auch nur die Nische Unternehmen bedienen.
Dass PS im Unternehmensbereich Standard ist liegt sicher nicht daran, dass Windows-Nutzer im privaten Bereich illegale Versionen nutzen.
23/12/2010 @ 12:45
Wie kommst du auf einen Ruf nach mehr Bevormundung und Gängelung?
Ich meinte nur das diese illegalen Kopien im Endeffekt auch der “Open Source” Software oder anderen kommerziellen Alternativen gewaltig Schaden.
Mag der Vergleich mit SAP Software etwas Hinken zugegeben, trozdem ist Photoshop schon vom Funktionsumfang und der daraus resolierenden Preisgestaltung kaum für den Privatnutzer Angelegt.
Gebe es keine illegalen Kopien dieses Programms wäre es wohl fast eine reine Unternehmens Software , wie vielleicht ein “Auto CAD” ect.
Dann bekämen zb. Gimp oder andere Alternativen den Stellenwert bei dem Privatanwender der ihnen eigentlich Zusteht.
Wenn sich aber durch kommerzielle Software Portierungen auf Linux die gleiche “Crack Kultur” wie auf Windows ausbreitet, wird “Freie” oder “Open Source” Software auch auf Linux ins Hintertreffen geraten.
24/03/2011 @ 21:19
Ich verwende Linux seit Jahren als Hauptsystem und daneben Windows, auf dem auch Photoshop CS3 installiert war. Das Photoshop war ein Relikt aus alten Zeiten, als ich der Meinung war, dass ich unbedingt von jeder Software den Quasistandard brauche, damit ich glücklich bin. Ich habe dann wirklich einmal den Selbstversuch gewagt und versucht, alle im Alltag anfallenden Arbeiten (ich bin Entwickler, PHP, C++, C#, Java) auf Linux durchzuführen – mit einem erfreulichen Ergebnis: Gimp reicht bis heute für die bei mir anfallenden Arbeiten zu 100% aus, gemixt mit Shotwell kann ich meine Fotos und Grafiken problemlos verwalten und editieren.
Was ich aber auch sagen muss: Gimp kann Photoshop bei weitem nicht das Wasser reichen. Ich verstehe jeden Designer, der sagt, dieser OS-Schrott hilft ihm bei seiner Arbeit nicht weiter – weder Inkscape, noch Dia, LibreOffice oder Gimp sind für den hochprofessionellen Einsatz wirklich geeignet.
Nur: Wie viele Leute brauchen wirklich alle Funktionen von Photshop? Ich bin der Überzeugung, dass viele die gleiche Einstellung zu der Software haben, wie ich sie hatte – wenn sie Gimp vielleicht einmal eine Chance geben, dann würden wohl weniger Schwarzversionen der Creative Suite kursieren.
Außerdem: die aktuelle Roadmap zu Gimp (bis Version 3.8) verspricht wirklich viel, da könnte noch einiges weitergehen.
http://gimp-wiki.who.ee/index.php/GIMP_Roadmap
29/09/2011 @ 17:38
Also, wenn es PhotoShop für Lionux gibt werden andere Programme bald folgen…..
Und vielleicht könnte ich dann PhotoShop auch mal ausprobieren, habe es noch nie benutzt.