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Am Ende eines Sommers
von Isabel Ashdown
Verlag: Eichborn
Seiten: 350
Genre: Roman
Erscheinung: 27. Juli 2010
ISBN: 978-3821861203
Sonstiges: Trailer
Zum Inhalt:
Jake ist 13, muss aber viel zu schnell erwachsen werden. Seine Eltern leben getrennt, die Mutter greift oft zur Flasche und der große Bruder ist verschwunden. Jake versucht seinen kleinen Bruder Andy von diesen Problemen fern zu halten. Aber auch sein Vater, der viel lieber mit Freunden im Pub einen trinkt, ist keine wirkliche Hilfe. Jake erzählt aus seiner Sicht von seinen alltäglichen Erlebnisse, den Problemen der Familie und wie er eine Tante kennen lernt, von der er nicht einmal wusste, dass diese existiert.
Rachel und Mary sind Schwestern, lebenslustig und hoffnungsvoll. Sie machen alles gemeinsam und sind unzertrennlich. Als Mary von ihrer Familie verstoßen wird bricht auch Rachel den Kontakt zu ihrer Schwester ab. Erst Jahre später sollen sich die beiden wieder sehen.
Das Buch verbindet 2 Handlungsstränge. Abwechselnd erzählen zum einen Mary aus ihrer Vergangenheit, zum anderen ihr Sohn Jake aus der Gegenwart – bis sich die Handlungsstränge treffen und ein Unglück geschieht.
Meine Meinung:
Isabel Ashdown ist eine tolle Autorin, die es schafft ihre Personen gut zu zeichnen und den Leser auch mitzunehmen. Mit einer bildhaften Sprache kann man sich wirklich in die Handlung und teilweise auch in die Personen hineinfühlen. Allerdings verliert sich das recht anspruchsvolle Drama hin und wieder zu sehr im Detail, sodass es manchmal etwas zäh wirkt und man liebsten ein paar Seiten überspringen möchte. Auch sind die Reaktionen von einigen Personen auf die unterschiedlichen Ereignisse teilweise nicht wirklich nachvollziehbar.
Der ständige Perspektivenwechsel zwischen Jake und Mary ist zwar eine gute Idee, wenn die sichtweise aber manchmal nach nur 2 Seiten wieder wechselt wird dies auch schnell mal störend. Alles in allem ist “Am Ende eines Sommers” aber ein netter Roman, dessen Ende aber etwas merkwürdig und fast schon einfallslos ist. Man hat das Gefühl, dass die Autorin hier die Nase voll hatte oder ihr die Ideen ausgegangen sind. Dem Roman hätten vielleicht 50 Seiten weniger aber dafür eine Wendung mehr vermutlich nicht geschadet.
Meine Bewertung:
