
Titel: Nach dem Amok
Autor: Myriam Keil
Verlag: cbt
Genre: Jugendbuch
Seiten: 288
Erscheinung: 18. April 2011
ISBN: 978-3570307427
Sonstiges: Leseprobe
Einige Monate ist es her, dass David, der fünfzehnjährige Bruder von Maike, zum Amokläufer wurde – und immer noch ist Maikes Welt aus den Fugen. Ihre Eltern tun alles, um die Tat des Sohns zu verdrängen, und in der Schule sieht sich Maike zunehmend einer Wand aus Ablehnung und Misstrauen gegenüber. Auch die Beziehung zu ihrem Freund Yannik bekommt Risse, denn Yanniks bester Freund liegt seit dem Amoklauf schwer verletzt im Krankenhaus. Als dann noch ein Mädchen aus ihrer Clique das Gerücht in Umlauf bringt, Maike habe vorab von dem Amoklauf gewusst, sieht Maike sich einem zunehmenden Mobbing ausgesetzt…
Rezension
“Nach dem Amok” von Myriam Keil handelt von einem sensiblen Thema: ein Amoklauf an einer Schule. Die Tat selbst ist allerdings nur Nebenschauplatz, denn das Buch beginnt einige Zeit nach dem Amoklauf. Die Protagonistin ist die Schwester des Täters, der den Amoklauf selbst nicht überlebt hat.
Einfühlsam und glaubwürdig beschreibt die Autorin die Ohnmacht, die in der Familie des Täters herrscht, wie sie versuchen ihr zertrümmertes Leben wieder aufzubauen. Maike wird dabei von ihren Eltern und ihrem Umfeld weitgehend allein gelassen, muss alleine mit den Vorwürfen und Unterstellungen in der Schule klar kommen, sie hätte von den Vorhaben ihres Bruders gewusst und nichts unternommen.
“Nach dem Amok” ist ein Jugendbuch, dass durchaus nicht nur für Jugendliche geeignet ist. Es ist spannend, unterhaltsam, traurig, Einziger Schwachpunkt ist das Ende. Alles wird wie durch Wunderhand plötzlich zu normal und zu gut.
Meine Bewertung: 



