Kurz getestet: Ubuntu 10.10
Gestern ist ja bekanntlich die Beta-Version von Ubuntu 10.10 erschienen. Ich hatte eine Alpha-Version schon einmal kurzzeitig installiert, dort hatte ein Update was gegen ein genaueres Testen.
Deswegen komme ich jetzt erst dazu, das Notebook mal wieder frisch aufzusetzen und Ubuntu 10.10 mal zu installieren. Es gibt allerdings noch eine Reihe von “Known issues”, weswegen man die Beta nicht auf einem Produktivsystem installieren sollte. Hier sollte man wohl wirklich warten bis die finale Version von Maverick Meerkat erscheint.
Die Installation
Installiert habe ich via USB-Stick auf meinem Acer TravelMate. Nachdem ich in mehreren Versionen versucht habe ein ISO mit dem “Startmedienersteller” (USB-Creator) auf einen Stick zu schreiben funktionierte das mit dem Maverick-ISO erstaunlich gut. Auch wenn ich für gewöhnlich die Alternate-CD zum Installieren verwende habe ich heute mal die Desktop-CD verwendet. Der Installer hat sich optisch mal wieder ein bisschen verändert und schaut ziemlich gut aus. Es ist war eine ganze Weile her, dass ich den zuletzt gesehen habe, aber im Laufe der Versionen ist da recht viel gemacht worden.
mehrNur ein einfacher Übersetzer…
Ich lese im Moment recht viele englische Bücher, sowohl auf diversen Plattformen online als auch beispielsweise als pdf. Ab und zu kommt es einmal vor, dass man ein Wort nachschlagen und schnell aus dem englischen ins deutsche übersetzen möchte. Im Browser ist das auch kein Problem. Mit dem BabelFish-Addon kann man sich den Besuch von Seiten wie Leo oder Dict.cc sparen und Einzelwörter einfach mit Markieren und/oder Rechtsklick übersetzen lassen. Bei pdf-Dateien hilft mir das jedoch leider nicht weiter.
Über Twitter bekam ich Empfehlungen für ein Papier-Buch, den Duden, einen VHS-Kurs oder auch Leo. In einem Buch nachschlagen oder extra durch die Gegend zu surfen finde ich dann doch ein wenig umständlich für ein einzelnes Wort, dass man ab und zu nachschlagen möchte.
Also begab ich mich mal auf die Suche nach einer Software. GNOME bringt ja ein Wörterbuch mit, das sich auch per Applet aus dem Panel betreiben lässt. Allerdings wollte es mir nicht gelingen dort eine einfache Übersetzung zu bekommen. Entweder bekam ich eine lange englische Übersetzung des Wortes oder eine Liste von Übersetzungen in mehreren Sprachen sodass ich dort erst wieder nach der deutschen Übersetzung scrollen musste. Also auch nicht das, was ich eigentlich wollte. Anschließend habe ich mir StarDict angesehen, was allerdings auch nicht so funktionierte wie ich es mir erhofft hatte. Auch GNOME Translate hat mir nicht wirklich gefallen. Fündig wurde ich letztendlich bei YouTranslate.

Die Software ist in einer älteren Version (1.1.10) in den Ubuntu-Paketquellen (universe) enthalten. Dort funktioniert die Übersetzung mit Google jedoch nicht, sondern nur die Übersetzung mit BabelFish. Die aktuelle Version 1.2.2 übersetzt hingegen ausschließlich mit Google, will aber beim installieren gleich mal 60 (!) zusätzliche Pakete nachinstallieren. Da bleib ich dann doch lieber bei der älteren Version aus den Ubuntu-Paketquellen, die wie es scheint auch in Ubuntu 10.10 noch enthalten sein wird.
Dieses kleine Tool ist noch am ehesten das, was ich gesucht habe, auch wenn mir eine Lösung fürs Panel noch lieber gewesen wäre. Aber man kann ja nicht alles haben.
Den einen oder anderen Fehler scheint es in der Software allerdings noch zu geben. Das Icon von YouTranslate nistet sich im Tray ein, dorthin minimieren kann man es jedoch nicht. Auch F12 zum vergrößern des Übersetzungsbereiches (Screenshot) wollte bei mir nicht funktionieren. Letzteres stört mich allerdings nicht wirklich. Das Minimieren der Software aufs Tray-Icon funktionierte übrigens auch mit der Version 1.2.2 bei mir beim kurzen Testen auch (noch?) nicht.
RSSOwl – mächtiger Feed-Reader
An anderer Stelle hatte ich ja über den kleinen RSS-Reader “Naufrago!” geschrieben. Auf den ersten Blick gefiel mir dieser recht gut, auf den zweiten allerdings nicht mehr so sehr. Die Einstellungsmöglichkeiten waren doch ziemlich begrenzt. Darüber hinaus gefiel mir auch nicht, dass man jeden Feed einzeln gelesen markieren musste und das nicht “gesammelt” machen konnte. Außerdem startete er immer mit geschlossenen Ordnern, sodass man die Kategorien immer erst öffnen musste um die einzelnen Feeds zu sehen.
In den Kommentaren wurde mir dann neben diversen Add-ons für den Firefox RSSOwl vorgeschlagen. Diesen hab ich mir dann mal angeschaut, da ich die Feeds aus dem Thunderbird raus und nicht im Browser haben wollte.
mehrEinrichtung von Ubuntu
Jan hat eine kleine Blogparade “Ubuntu installiert, und dann?” gestartet. Dabei geht es im Grunde darum, was man macht, nachdem ein Ubuntu frisch installiert wurde. Ubuntu bringt ja schon viel Software in der Standard-Installation mit, aber irgendwie passt sich ja jeder seinen Desktop an und installiert die eigenen Lieblings-Programme nach. Ich bin gespannt welche Blogs sich an der Blogparade beteiligen. Vielleicht findet man ja so das eine oder andere Programm, das man noch nicht kennt oder bisher noch nicht beachtet hat.
Lustigerweise habe ich gerade vor 2 Tagen das Notebook neu installiert. Zum einen, weil ein Update in Maverick (Ubuntu 10.10) schief gegangen ist und zum anderen weil ich ohnehin neu installieren und die Windows-Partition platt machen wollte, da ich sie ohnehin nicht verwende. In diesem Beitrag soll es also nicht um eine Anleitung gehen, was man nach der Installation machen sollte, sondern darum, was ich persönlich nach der Installation mache.
mehrGcstar 1.6.0 erschienen
Zur Verwaltung meiner DVDs verwende ich die Medienverwaltung GCstar. Die Open Source Software ist nun in Version 1.6.0 erschienen und steht auf der Projektseite für Windows, Mac, Linux und FreeBSD zum Download bereit.
Für Ubuntu-Nutzer gibt es eine eigene Paketquelle als PPA über Launchpad. Hinzufügen kann man das PPA mit dem folgenden Befehl:
sudo add-apt-repository ppa:gcstar/gcstar-dev
Möchte man die Quelle in die sources.list direkt eintragen kann man folgende Zeilen verwenden:
#### GCstar - http://www.gcstar.org
deb http://ppa.launchpad.net/gcstar/gcstar-dev/ubuntu lucid main
deb-src http://ppa.launchpad.net/gcstar/gcstar-dev/ubuntu lucid main
Den Key für die Paketquelle holt man dann mit diesem Befehl:
sudo apt-key adv --keyserver keyserver.ubuntu.com --recv-keys 5BE6AD9A
Mit GCstar lassen sich neben Filmen noch viele andere Sammlungen verwalten. Dazu gehören unter anderem Spiele, Bücher, Weine, Musik, Fernsehserien, Briefmarken und Periodika.
Die Software versucht sich die Informationen zu den einzelnen Filmen, Büchern, etc. aus dem Internet zu holen. Funktioniert das einmal nicht wurde die Internetseite geändert. Hier kann unter Umständen ein Update der Plugins helfen. Dafür startet man GCstar aus der Konsole mit dem Befehl sudo gcstar -u. Für Filme stehen als Quellen für die Informationen unter anderem IMDb, OFDb und diverse Amazon-Seiten zur Verfügung.
WLan-Probleme am Notebook
Am letzten Wochenende trieb mich mein Notebook (Acer TravelMate 8371) ein wenig zur Verzweiflung. Die WLan-Verbindung brach ständig nach einigen Sekunden hab. Nach dem Wiederverbinden blieb die Verbindung auch wieder nur wenige Sekunden bestehen. Über Google und in Foren fand ich keine wirkliche Lösung dafür.
Als ich dann mal zufällig in Synaptic nachsah fiel mir auf, dass das Paket linux-backports-modules-wireless-2.6.32-24-generic-pae nicht installiert war. Nach der Installation funktionierte alles wieder problemlos. Scheinbar hatte ich vergessen das Paket linux-backports-modules-wireless-lucid-generic-pae zu installieren, dass die jeweils für den aktuellen Kernel passende Version mitinstalliert. Oder ich habe es aus versehen mal deinstalliert.
Kleine Ursache, große Wirkung, Ich sollte wohl ein bisschen besser aufpassen welche Pakete ich genau (de-)installiere…


